Reisevorbereitung Japan Q&A

Brauche ich ein Visum für Japan? (Stand 11/2018)

Ja und Nein – Das ist abhängig vom “Reisezweck”. Wichtig ist, ein Reisepass, der noch mindestens 6 Monate gültig ist.

Nein – für touristische Zwecke/Geschäftsreisen. Deutsche/Österreischer*innen/Schweizer*inne wird bei der Anreise ein Aufenthalt von 90 Tagen/max. 180 Tagen gewährt.

Ja – bei jeglicher Aufnahme von bezahlter und unbezahlter Arbeit, Studium oder Berufsausbildung

Über die Einreise entscheidet letzenendes der zuständige Zollbeamte – ein kurzzeitiges Ausreisen nach der maximalen Aufenthaltszeit z.b für ein paar Tage in die Nachbarländer um dann wieder ohne Visum in Japan einzureisen ist nicht zulässig.

Hier findest du alle aktuellen Infos des Auswärtigen Amts

Von welchen deutschen Flughäfen wird Japan direkt angeflogen? Welche Alternativen gibt es?

Düsseldorf, Frankfurt am Main und München von ANA (All Nipon Airways) und Lufthansa. Alternativ kann man natürlich auch mit einem Zwischenstopp von anderen deutschen Flughäfen anfliegen z.B. mit KLM (via Amsterdam), AirFrance (via Paris), LOT (via Warschau), Emirates (via Dubai) Finnair (via Helsinki) ,AirChina (via Peking) oder AirQatar (via Doha).

Apropos gehen die meisten Direktflüge nach Tokyo, Osaka, Nagoya oder Fukuoka. Die Inseln Okinawa und Hokkaido werden von Deutschland nicht direkt angeflogen.

Was muss ich sonst bei der Einreise beachten?

Im Flugzeug bekommt man in der Regel eine Einreisekarte, die aber auf jeden Fall auch am Flughafen ausliegt. Darin eingetragen werden persönliche Daten, sowie Fragen zum Zoll. Außerdem muss eine Aufenthaltsadresse angegeben werden. Es reicht aus, die erste Unterkunft Adresse einzutragen. Japan erfasst bei der Einreise biometrische Daten – Foto, Fingerabdrücke. Eventuell wird man zudem noch nach dem Ziel der Einreise, mögliche Zwischenstoppe o.Ä. befragt.

Welche Besonderheiten gelten während meines Aufenthaltes?

In Japan besteht Passzwang (Reisepass oder Residence Card) für Ausländer*innen. Sollte man sich in Japan nicht ausweisen können, können mehrere Tage Haftstrafe und eine empfindliche Geldstrafe drohen.

Wie lange sollte ich in Japan bleiben?

Je länger desto besser. Bedenke, dass es meist einige Tage (oder sogar eine Woche) dauern kann, bis dein Körper und dein Kopf sich an die Zeitumstellung gewöhnt haben.  Japan ist so gigantisch groß, alleine in Tokyo kann man zwei Wochen verbringen, ohne dass es einem langweilig wird. Meine Empfehlung sind mindestens zwei Wochen, um aber etwas mehr Entspannung zu haben sind drei Wochen optimaler.

Wie komme ich am schnellsten von A nach B?

Brauche ich eine Auslandskrankenversicherung?

Ja, das ist empfehlenswert auch wenn man bei medizinischen Leistungen in Vorkasse treten muss. Japans medizinischer Standard ist jedoch sehr hoch und teuer, daher ist es umso wichtiger Belege und Rechnungen zu sammeln um diese später erstattet zu bekommen.

Welche Impfungen braucht man?

Eine ausführliche Reiseberatung  je nach Reisestil und Reisebedingung sollte immer in einem Tropeninstitut durchgeführt werden.  Diese sollte spätestens vier Wochen vorher erfolgen, da einige Impfungen mehrmals gespritzt werden müssen.  Ich bin nicht befugt eine Reisemedizinische Empfelung auszusprechen, kann daher nur für mich selbst sagen, dass ich bis auf die Standardimpfungen keine weiteren Impfungen hatte.

Mit welchen Sprachen komme ich in Japan zu Recht?Wie weit ist Englisch verbreitet?

Japanisch logo :D. Nein Scherz beiseite, obwohl Japanisch obligatorisch in der Schule gelernt wird, sprechen viele Japaner*innen kaum oder kein Englisch, auch nicht in den Großstädten.  Gerade in der ländlichen Region wird es schwierig sich ohne einige Wörter Japanisch zu versändigen, vorallem bei kleinen und leckeren Imbissbuden :p. Am einfachsten wird es in den Tourismuszentren der größeren Städte mit Englisch. Allerdings sind Japaner*innen in der Regel sehr geduldig und hilfsbereit.

Wie sicher ist Japan?

Japan hat eine sehr niedrige Gewaltkriminalität und auch kleinere Verbrechen wie Taschendiebstahl sind sehr selten. Allerdings gibt es auch “unsichtbare” Gewalt wie Beispielsweise “Shikan” , das begrabschen von Frauen in überfüllten Zügen. Außerdem warnt das Auswärtige Amt vor Trickbetrückereien und Kreditkartenbetrug in bestimmten Vierteln Tokyos (z.B. Roppongi). Generell aheb ich mich aber in Japan viel sicherer als in Deutschland gefühlt.

Wo übernachten in Tokyo?

Tokyo ist mit ca. 9,5 Millionen Bewohner*innen in der Stadt und knapp 37.5 Millionen Menschen in der Metropolsregion  die meist bevölkerste Metropole der Welt! Umso herausfordender ist es sich in dieser Megacity zu orientieren oder sich für eine Bleibe zu entscheiden! Um es euch etwas leichter zu machen habe ich einige Stadtteilprofile erstellt, da die Sehenswürdikeiten über die ganze Stadt verteilt sind und jeder Stadtteil fast wie eine eigene Stadt betrachtet werden kann.

Apropos: Auch wenn Stadtteile sehr nah beinander liegen: zwischen Shibuya und Shinjuku liegen übrigens knapp 5 km.Ich habe mich auf die Stadtteile konzentriert, die durch die Yamanote-Line (JR) sehr gut bis gut zu erreichen sind. Schauen wir uns die einzelnen Bereiche genauer an:

Westtokyo
  • Shinjuku
  • Shibuya
  • Roppongi
Zentraltokyo
  • Ginza
  • Tokyo Station
Osttokyo
  • Akihabara
  • Ueno
  • Asakusa

Generell kann man sagen, dass Westtokyo der “jüngere” lebhaftere Teil der Stadt ist, mit einem sehr aktiven Tag- und Nachtleben. Roppongi erwacht meist erst in der Nacht, Zentraltokyo mit Ginza ist vorallem durch Luxusboutiquen und westliche Geschäfte geprägt. Im Osten sind Ueno und Asakusa sind am Tag viel belebter als abends, was vorallem daran liegt, dass die meisten Tempel und der Ueno Park eher tagsüber besucht werden. Akihabara hingegen ist eher mit Shinjuku zu vergleichen, es bietet sehr viele Einkaufsmöglichkeiten, Cafe und Bars an.

1. Shinjuku – oder auch größte Ubahnstation der Welt!

Der Bahnhof ist mit seinen Pendler*innen und Reisenden der turbulenteste in ganz Tokyo. Von Shinjuku aus gibt es die meisten Fernbusverbindungen. Außerdem bietet Shinjuku eine gute Basis für Reisen nach Nikko oder zu den 5 Seen am Fuji. Der Stadtteil ist hauptsächlich geprägt von Hochhäusern und Malls. Shinjuku hat zudem ein sehr aktives Nachtleben.

Vorteile

  • Sehr gut mit dem öffentlichen Nahverkehr vernetzt

  • Einige günstige Unterkünfte, große Auswahl an Hotels

  • “Zentrale Lage”

  • Sehr viele Shoppingmöglichkeiten

  • Viele Restaurants, Bars

  • Aktives Nachtleben für Nightlive Lover

Nachteile

  • Immer sehr voll, zur Rush-Hour ist der Bahnhof noch mehr verstopft als anderswo

  • Bis auf ein paar günstige Unterkünfte generelles hohes Preisniveau

  • Aktives Nachtleben bedeutet unruhigere Nächte

  • Durch das Nachtleben abends lauter und teilweise dreckig, vorallem in Kabaguchiko, dort habe ich sogar Ratten an einigen Restaurants gesichtet.

  • Vorallem im Rotlichtviertel lauern Touri- und Scamfallen

2. Shibuya – wo Hachiko auf dich wartet

Shibuya ist das kommerzielle Zentrum im Südwesten Tokios. Shibuya ist bekannt durch die Hachiko-Statue und die “Alle Gehen Kreuzung”, in der pro Ampelphase biszu ca. 15 000 Menschen auf einmal die Straße überqueren. Im Kern von Shibuya liegen die Geschäftszentren vieler Namenhafter Firmen.

Vorteile

  • Sehr gut mit dem öffentlichen Nahverkehr vernetzt

  • Große Auswahl an Hotels

  • Zentrale Lage

  • Viele Shoppingmöglichkeiten

  • Viele Restaurants, Bars

Nachteile

  • Hohes Preisniveau für Hotels

  • Hektisch durch Pendlerverkehr

3. Roppongi – Nightlife pur

Roppongi liegt nah am Tokyo Tower und zeichnet sich durch eine Landschaft von Wolkenkratzern aus. Roppongi zeichnet sich durch die große Auswahl an Bars aus, auch viele namenhafte Firmen haben ihren Geschäftssitz hier.

Vorteile

  • Viele Restaurants, Bars

  • Viele Bars in den Wolkenkratzern -> Aussicht auf den Tokyo Tower

  • Aktives Nachtleben für Nightlive Lover

Nachteile

  • Hohes Preisniveau für Hotels

  • Teilweise lauern hier Touri- und Scamfallen,  vorsicht vorallem bei Kreditkartenzahlung

  • Liegt nicht in direkter Nähe der Yamanote Line

4. Ginza – das “westlichste Viertel” Tokyos

Ginza ist das Luxusviertel Tokyos und zeichnet sich durch eine hohe Dichte an (westlichen) Malls, Geschäften, Restaurants, Bars und Hotels aus. Hier gibt es kaum günstige Übernachtungen, dafür aber luxuriöse ausgestattete Hotels.

Vorteile

  • Sehr gut mit dem öffentlichen Nahverkehr vernetzt

  • Viele Shoppingmöglichkeiten

  • Viele Restaurants, Bars

  • Nah am Tsukiji Fish Market

Nachteile

  • Hohes Preisniveau für Hotels

  • Hohes Preisniveau fürs Shopping, mehr westliche als japanische Marken/Flair

Tokyo Station

Die Tokyo Station ist der Dreh- und Angelpunkt fast aller Shinkansen Linien. Die meisten Verbindungen in Tokio gehen jedoch von Shinjuku aus, da dort sehr viele Privatlinien halten.

Vorteile

  • Sehr gut mit dem öffentlichen Nahverkehr vernetzt – vorallem für die Shinkansen Linien

  • Abends eher ruhig

Nachteile

  • Eher weniger Hotels, höheres Preissegment

  • Wenig Aktivitäten

5. Akihabara – Electric Town

Akihabara “Electric” Town ist DAS Elektriktronik und Otakuviertel Tokyos. Von neuen High-Tech Geräten bis gebrauchten Retrokonsolen und elektronischen Ersatzteilen findet man hier fast alles! Besonders an diesem Viertel ist auch die hohe Dichte an “Maid-Cafes”.

Vorteile

  • Viele Restaurants, Bars

  • Paradies für Elektronik und Ersatzteile

  • Anime- und Mangaparadies, viele Spielhöllen

Nachteile

  • Eher weniger Hotels

  • Teilweise lauern hier Touri- und Scamfallen

6. Ueno – die kleine grüne Oase

Ueno ist ein wichtiger Knotenpunkt der Shinkansen Linien Richtung Nordjapans und ist vor allen Dingen durch den Ueno Park bekannt. Ueno bietet eine ganze Menge günstiger Unterkünfte an und ist mit dem Park, den Tempeln und der großen Museen Dichte eher der “ruhige” Part von Tokyo.

Mein persöhnliches Fazit: Wir haben uns das erste Mal auch für Ueno entschieden und hatten unsere Unterkunft, ca. 7 Fußminuten östlich der Ueno Station. Ich fand Ueno ideal – man hat alles in der Nähe was man braucht; Supermärkte, Restaurants, Läden etc., es ist nah an Asakusa und es ist abends um einiges ruhiger wenn man von der reizüberflutenden Stadt abschalten möchte :). Zwar dauert es ca. 30-40 Minuten bis man in der Weststadt Shibuya/Shinjuku ist, aber ich finde es vertretbar. Ich würde Ueno auf jeden Fall nochmal buchen.

Vorteile

  • Sehr gut mit dem öffentlichen Nahverkehr vernetzt, gute Basis für Reisen ins nördliche Umland

  • Ruhigerer Stadtteil und/oder aktives Nightlife, hier kommt es aber darauf an auf welcher Seite des Bahnhofes man übernachtet (Süden: Partymeile, Norden: Wohnviertel)

  • Viele Restaurants, Bars

  • Günstiges Preisniveau für Hotels -> viele Business Hotels

Nachteile

  • Ueno ist genau auf der anderen Seite von Shibuya/Shinjuku -> ca. 20-40 Minuten Fahrtweg

  • Südlich der Ueno-Station kann es abends doch sehr lebhaft, laut und teilweise schmutzig werden

Asakusa – Touristenströme am Morgen vs. Ruhe in der Nacht

Asakusa ist wahrscheinlich am bekanntesten durch den Senjo-Ji und dem Asakusa-Shrine, einer der bedeutesten Tempel. Einst als Unterhaltungsbezirk bekannt, vorallem durch Kabuki- und Rakugotheater, hat sich das Nachtleben nach Shinjuku und Roppongi verlagert. Abends ist es kaum vorstellbar in einer knapp 10 Millionen Menschen Metrople zu sein, was aber meiner Meinung nach Asakusa vorallem am Abend einen mystischen Charme verleiht.

Vorteile

  • Ruhigerer Stadtteil, vorallem abends

  • Viele günstige Unterkünfte

  • Nah am Senjo-Ji und Asakusa Shrine

  • In der Nöhe der Kappabashi Street (Kitchen Towen)

Nachteile

  • Abends viele Geschäfte und Restaurants geschlossen

  • Liegt nicht in direkter Nähe der Yamanote Line

 

Shiretoko National Park

Der Shiretoko National Park am nordöstlichen Zipfel von Japan zeichnet sich durch unberührte Natur aus. Ehemals ein Landwirtschaftlich genutztes Terrain wurde es von der Shiretoko Nature Foundation fast komplett wieder aufgeforstet. Die Natur ist bildschön mit ihren Klippen, Bergen, Seen und dem Sumpfgebiet. Hier leben viele Rehe sowie einige Füchse und Bären. Zur “Bear Aware Season”, also zur Bärenwurfzeit ca. vom 10.05 bis 31.07 kann man den Park nur mit einem Ranger betreten. Diese Gruppenführungen sind jedoch im 10-Minütigen Takt, sodass man nicht lange warten muss. Allerdings zahlt man dafür 6000 Yen Eintritt, zu der Season Aware Season im Frühjahr, Spätsommer und Herbst würde man 400 Yen zahlen, im Winter ist der Park kostenlos.

Anreise zum Shiretoko National Park:

Der nächstgelegene Bahnhof liegt in Shari. Eine Anreise von Sapporo über Kushiro dauert ca. 7-8 Stunden. Daher würde ich eine Nacht in Shari empfehlen, auch wenn der Ort nicht viel zu bieten hat. Meist ist aber die Weiterfahrt nach Uturo nicht mehr möglich, da die Busse in der Regel 3-5 mal am Tag fahren und die letzte Fahrt meist zwischen 16-17:00 ist. Aufgrund der hohen Übernachtungspreise in Utoro und den vergleichsbaren niedrigen Preisen in Shari kann man auch in Erwägung Shari als Pendelort zu benutzen. Mit einem Mietwagen seid ihr natürlich sehr viel flexibler.

Die Pendelbusse zwischen Shari und Shiretoko sind komfortabel und klimatisiert

Five-Lakes/Shiretoko Goko:

Eine ca. 60-minütige Fahrt bzw. ein Tagesticket zu den 5 Seen im Shiretoko Nationalpark kostet 1800 Yen (ca. 16 €). Achtet darauf, Kleingeld oder 1000 Yen Scheine dabei zu haben, da die Fahrer größere Scheine nicht annehmen.

Insidertipp: Für den Besuch der 5-Seen würde ich einen “Puffertag” einplanen und zwar aus folgenden Gründen: Wir haben es selbst erlebt, kaum 5 Minuten vor Ort wurde der Park komplett abgeriegelt – wegen einer Bärensichtung -außerhalb der Bear Aware Season, in der man nur mit einem Ranger in den Park darf – tja und dann kann man jediglich einen See und das Aussichtsdeck sich anschauen. In Japan gat Sicherheit nunmal höchste Prirorität und so werden dann diese Maßnahmen ergriffen. Im Winter oder bei sehr schlechten Wetterbedingungen kann es vorkommen, dass die ganze Straße gespert wird und ihr dann gar nicht nach Shiretoko kommt :/. Das wäre für den langen Anfahrtsweg zu schade!

 

Nature Center Shiretoko:

Der Nature Center befindet sich zwischen Utero und den fünf Seen und hat neben einigen Vorträgen (leider alle auf japanisch!) auch einen großen Souvenirsop, deren Erlös größtenteils in den Naturschutz zurück fließen soll Hinter dem Nature Center gibt es die Furepe Wasserfälle. Der Weg hin und zurück zu den Wasserfällen dauert ca. 45 Minuten. Auf dem Weg zum Wasserfall werdet ihr vielen Rehen begegnen, die zwar nicht so Menschen affin wie in Nara sind, aber nicht so scheu, dass sie weglaufen.

 

 

Shiretoko World Heritage Conservation Center:

In Utero gibt es neben der Tourismusinformation am Hafen das World Heritage Conservation Center. Hier gibt es sehr gute Informationstafeln über die Flora und Fauna im Shiretoko National Park. Leider sind 90 % der Texte auf japanisch.

Whale and Nature Watching:

Im Hafen von Utero fahren bei guten Wetterbedingungen täglich einige Fähren von der Küste ab und umrunden einmal die Westküste in ca. 4 Stunden. Es gibt auch eine kleine Tour, die ca. 90 Minuten dauert. Ein Anbieter dieser Fähren ist Aurora (www.ms-aurora.com/shiretoko/cruise/index.html). Je nach Jahreszeit habt ihr auch die Möglichkeit Wale oder Delfine zu sehen.

Sapporo

Allgemeines

Sapporo ist die Hauptstadt der Nordinsel Hokkaido und zählt ca. 2 Millionen Einwohner*innen. Sapporo ist eine sehr neue und moderne Stadt, daher verlaufen die Straßen quadratisch wie auf einem Schachbrett.

Budget

Durchschnittspreise (Stand 08/2018)

Low Budget (ca. 45 € pro Tag, pro Person):

Bett im Mehrbett Hostel, Kapselhotel: ca. 20-35 €
Essen im Cafe oder Imbiss: ca. 4 € pro Besuch
1l Wasser: ca. 0,80 €
Transport: ca. 5 € (Hin- und Rückfahrtticket Metro)
Museen, Freizeitaktivitäten etc.: kostenlos bis 10 €

Mid-Range (ca. 130 € pro Tag, pro Person):

Doppelzimmer im preiswerten Hotel, Pension etc.: ca. 50-80 € p.P 25-40 €
Doppelzimmer im mittelteueren Hotel: ca. 80-140 € p.P 40-70€
Ein einfaches Mittag- und Abendessen: ca. 25 €
1l Wasser: ca. 0,80 €
Transport: ca. 7 € (24 Std-Metrokarte)
Museen, Freizeitaktivitäten etc.: ca. 10-30 €
Transport im Umland: ca. 40 €

High Class (ca. ab 235 € pro Tag, pro Person):

Doppelzimmer im luxioriösen Hotel: ab 150 € ~ p.P ab 75€
Ein Gourmetrestaurant oder 2 große Mahlzeiten am Tag in Restaurants : ab 40 €
Transport: 1-2 Taxifahrten innerhalb des Zentrum ab 20 €
Museen, Freizeitaktivitäten, Schiffsfahrt etc.: ab 40  €
Transport im Umland z.B. Mietwagen: ab 60 €

Mobilität

Anreise über den New-Chitose Airport (CTS):

Die einfachste und schnellste Möglichkeit in das Stadtzentrum (Bahnhof Sapporo) von Sapporo ist der JR-Express. Eine einfache Bahnfahrt kostet 1600 Yen (ca. 13 €) oder ist vom JR Pass abgedeckt. Die Fahrt dauert ca. 45 Minuten.

Der JR Airport Limosine Bus fährt ins Stadtzentrum (Odori Park) in ca. 60 Minuten und kostet ca. 1000 Yen (ca. 7 €).

Innerhalb des Stadtzentrums:

Prinzipiell sind fast alle Sehenswürdigkeiten im Zentrum fußläufig erreichbar. Ausnahmen bilden dabei das Freilicht Museum Mount Moiwa und der Maruyama Park. Die Metro ist ein schnelles und komfortables Fortbewegungsmittel. Fahrten in der Innenstadt kosten ca. 320-410 Yen pro Fahrt. Ein Tagesticket kostet 830 Yen.

Der Hauptbahnhof JR Sapporo

Insidertipp: Am Wochenende, an Feiertagen und vom 29.12 -03.01 kostet ein Subway Tagesticket nur 520 Yen

Übernachtung

Sapporo hat eine vielfältige Auswahl an Unterkünften. Vom Kapselhotel bis zum Luxushotel ist alles dabei.

Essen und Trinken – Regionale Spezialitäten

Das Essen in Hokkaido wird selbst bei einigen Japner*innen als das leckerste im Land bezeichnet! Das liegt vor allem an dem großen Anteil der landwirtschaftlichen Fläche und Betriebe. Bekannt ist vorallem der frische Mais oder die teuren Yubari Melonen. Da es im Winter sehr sehr kalt wird haben sich unterschiedliche regionale Spezialitäten herausgebildet wie beispielsweise unterschiedliche Ramensuppe pro Städteregion z.B. Sapporo, Asahikawa und Hakodate.

Meeresfrüchte

Sapporo bzw. Hokkaido ist berühmt für die Meeresdelikatessen sogar im Vergleich zu anderen Inseln in Japan! Hier soll der Fisch besonders frisch und lecker sein.

Jingisukan (Genghis Khan)

Was sich erstmal nach einem mongolischen Grillgericht anhört ist tatsätlich ein Grillgericht. Es handelt sich dabei um meist dünngeschnittenes Hammelfleisch, welches mit viel Gemüse gebraten wird. Es gibt je nach Restaurant verschiedene Marinaden.

Miso-basierte Ramensuppe

Sapporo ist die Geburtstätte der bekannten Miso-basierte Ramensuppe! Die Ramen gibt es je nach Geschäft und Jahreszeit mit unterschiedlichen Toppings. Besonders lecker ist sie mit Mais in Butter..hmm… Wir waren übrigens nicht in der bekannten “Ramen Alley” sondern haben durch Zufall ein richtig leckeres Restaurant gefunden.

Insidertipp: In ca. 10 Gehminuten in Richtung des Beer Museums liegt direkt an der Straße gelegen (vorsicht beim rausgehen) dieses Restaurant, ein günstiges und gemütliches chinesisches Restaurant, dass neben Ramen auch chinesische Spezialitäten wie z.B. tausend jährige Eier anbietet. Die Karte ist allerdings komplett auf japanisch, allerdings reicht das aus, um die “Miso Ramen” zu bestellen 😉

Restaurant: Shinoa (しのあ)

Außenansicht

Melonen

Die Yubari King Melonen sind eine speziell aufgezogene Melone aus der Nähe von Sapporo. Sie haben sogar einen eigenen Wikipedia Artikel. Ich habe sie aufgrund des hohen Preises (noch) nicht probiert, das Fruchtfleisch soll aber auf der Zunge schmelzen 😉

Softeis

Japan ist wohl das Land mit den abgefahrensten Eissorten wie z.B. Aubergine oder Chicken! In Hokkaido gibt es besonders zur Lavendelsaison in Furano Lavendeleis. Warum das Softeis aber in Hokkaido im Vergleich zu anderen Regionen leckerer schmecken soll hat auch etwas mit der Landwirtschaft zu tun. Hokkaido besitzt die meiste Fläche für die Rinder- und Milchwirtschaft, dementsprechend soll die Milch aufgrund des geringen Transportweges besonders gut schmecken.

Sehenswertes in Sapporo

Curb Market

Der Curb Market besteht aus ca. 80 Geschäften und bietet neben frisch Gefangenem Fisch auch frische Melonen und viele andere Leckereien an. Zudem gibt es einige Restaurants. Die meisten Geschäfte haben von 06:00 -15:00 geöffnet. Der Markt ist auf Tourist*innen eingestellt, daher können einige der Verkäufer*innen auch Englisch. Dieser Markt ist eine alternative zum Nijo Markt, der direkt in der Sapporor Innenstadt zu finden ist.

Anfahrt: Zehn Minuten Fußweg von der JR Soen Station (3 Minuten, 170 Yen von der Sapporo Station) oder fünf Minuten Fußweg von der Nijuyonken Subway Station (10 minuten, 250 Yen from Odori Station).

Hokkaido University Botanic Garden

Der botanische Garten ist eine kleine grüne Oase in der Nähe des ehemaligen Goverment Buildings. Es gibt ein Ainu-Museum im Park, leider ist es komplett auf japanisch. Eintritt 400 Yen (ca. 3 Euro)

Sapporo Uhrenturm

Der Sapporo Clocktower ist das Symbol der Stadt. Es ist ein kleines Museum über die Stadtgeschichte Sapporo.

Sapporo Fernsehturm und Odori Park

Der Fernsehturm mit seinen 150 Metern wirkt klein und schmählich zu den anderen Gebäuden um ihn herum. Vom Tower hat man jedoch eine nett Aussicht auf den Odori Park und den Bergen hinter ihm.

JR-Tower

Der Jr-Tower ist das höchste Gebäude der Stadt, und um einiges höher als der Fernsehturm. Der Turm ist etwas versteckt im Jr Bahnhof bzw. in der Mall. Ihr fahrt mit einem Fahrtstuhl erst in die höhste Etage der Mall und lauft ein wenig (sehr gut ausgeschildert). Hinter der Food-Corner gibt es einen Aufzug der euch direkt nach oben bringt. Eintritt 1000 Yen (ca. 8 Euro)

Sapporo Beer Museum

Das Museum als solches ist nicht besonders groß und die Informationen sind alle in Japanisch.

Maruyama Park und Sapporo Shrine

wird ergänzt

Mount Moiwa

Mount Moiwa liegt etwas abgelegen vom Stadtkern und kann unkompliziert mit der Straßenbahn erreicht werden. Hier wird ein Extra-Fahrpreis fällig, der direkt beim Ausstieg bezahlt wird.

Events

Sapporo Snow Festival

Das Snow Festival ist eines der Hauptevents des Jahres. Dieses findet jährlich Anfang Februar statt.

Japan kulinarisch

Japan ist ein kulinarisches Paradies. Obwohl die Preise für Essen und auch fürs Essen gehen sehr niedrig sein kann, hat das in der Regel keinen Einfluss auf die Qualität der Speisen. Tokyo ist die Stadt mit den meisten Michealin-Sternen, wahrscheinlich zu Recht ;)! Die japanische Küche gehörte schon immer zu meinen Lieblingen, dass liegt vor allem daran dass ich in der Nähe von Düsseldorf aufgewachsen bin und daher relativ früh und sehr oft mit der japanischen Küche in Verbindung gekommen bin.

Hier stelle ich euch einige Gerichte vor, die landesweit gegessen werden, für regionale Spezialitäten schaut bei den Blogeinträgen über die Stadt nach 🙂

Gyoza ~

ab 300 Yen , durchschnittlich 400-500 Yen für ca. 10 Gyoza (ca. 3,20 – 4,50€)

Gyoza auch bekannt als “Wangtang” aus China, sind kleien Teigtaschen mit Füllung. Die gängigen Füllungen sind Gemüse (mit Hackfleisch) oder Hühnchen. Die Gyozas werden meist in Sojasauce gedippt.

Sushi ~

ab 100 Yen pro Nigiri , durchschnittlich 1000-1500 Yen für eine kleine Platte mit Misosuppe in einem kleinem Sushiladen (ca. 8 – 13€).

Sushi ist meist roher Fisch, Ei, Gemüse oder Fischeier auf Reis.Es gibt Nigiris und Makis (mit Meeresalgen/Nori). Welche Fischsorten serviert werden hängt oft von dem Laden, der Region oder auch dem Tag (Fang) ab. Den Geschmack der Misosuppe werde ich nie wieder vergessen D: und es wäre alleine für mich ein Grund direkt wieder zurück zu fliegen…

Ramen Nudeln ~

ab 700 Yen , durchschnittlich 800-1000 Yen (ca. 7 – 9€)

Ramen bestehen aus den chinesischen gewellten Weizennudeln und werden je nach Lokalität mit Gemüse, Fleisch, Fisch, Butter oder Ei ergänzt. Ramen gibt es mit unterschiedlichen Suppenbasen, z.B. Miso, Salz oder Sojasauce. In unterschiedlichen Regionen haben sich verschiedene Ramenbasen als regionale Spezialität entwickelt. Im Süden z.B. werdet ihr verstärkt Tonkatsu-Ramen (Basis sind Schweinerippchen) finden.

Soba Nudeln ~

ab 300 Yen , durchschnittlich 400-600 Yen (ca. 3,50 – 5€)

Soba Nudeln sind Buchweizennudeln und werden kalt oder heiß serviert. Die Brühe schmeckt etwas rauchig. Es gibt Restaurants, die nur Soba mit Beilagen wie z.B. Reis mit Ei oder Tempura servieren.

Udon Nudeln ~

ab 300 Yen , durchschnittlich 400-600 Yen (ca. 3,50 – 5€)

Udon sind dicke Weizenmehlnudeln und werden auch kalt oder heiß serviert. Die Brühe ist meist klar. Es gibt auch Udon in einer speziellen Eisauce. Udon Nudeln werden meist mit vielen Lauchzwiebeln serviert. Udons gehören zu meinen Lieblingsgerichten, besonders in das, was ich in Osaka (siehe Bild) gegessen habe, war sehr sehr lecker.

Japanisches Curry ~

ab 500 Yen , durchschnittlich 500-700 Yen (ca. 4 – 6€)

Japanisches Curry ist vor allem bei Studierenden ein beliebtes Gericht, da es günstig und lecker ist und zudem gut sättigt. Es gibt diesen mit unterschiedlichen Beilagen wie Gemüse, Hünchen oder Rind.

Japanisches Frühstück

meist im Übernachtungspreis inkludiert

Unser Frühstück in Asahikawa (Hokkaido)

Ein authentisches japanisches Frühstück wird in sehr vielen Ryokans serviert. Morgens wird bereits warmes wie Reis,Fisch und Misosuppe serviert. Was serviert wird ist wieder abhängig von der Region, Jahreszeit und der Unterkunft.

Special: Kitkat Sorten

ab 250 Yen , durchschnittlich 400-600 Yen (ca. 3,50 – 5€)

KitKat von Nestle sollte eigentlich eher etwas “typisch” schweizerisches sein. Bisher ist mir auch etwas schleierhaft warum es soooo viele unterschiedliche Sorten im Land der aufgehenden Sonne gibt. Ich persönlich fand die unterschiedlichen Sorten ernüchternd und mir gefiel nur Matcha…aber Freundinnen von mir lieben es, ist glaueb ich eine Frage des Geschmacks :).

Hakodate

Allgemeines

Hast du schon mal von Hakodate gehört? Ich nämlich vor meinem Besuch nicht! Dabei ist das kleine Juwel in Hokkaido eine der schönsten Städte. Durch ihre Lage am Meer und dem Hafen ist Hakodate war Hakodate offen für internationale Einflüsse. Hakodate ist besonders ruhig, wenn nicht sogar fast verlassen am Abend, hier spielt das Leben am Tag oder voarllaem am Morgen (Morning Market).

Klima HakodateJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Ø
Temperatur
in C°
22613182125
272418114
Ø
Regentage
1512128969109101415
Touristen-
saison
niedrigniedrigniedrigniedrighoch mittelhoch hochmittel mittel niedrigmittel

Die beste Reisezeit für Hakodate ist von April bis Oktober mit milden Temperaturen und wenig Regen. Allerdings ist im Mai (Kirschblütensaison) und der Juli/August (japanische Sommerferien) besonders gefüllt mit Touristen*innen.

Budget

Hakodate ist als Kleinstadt etwas günstiger als andere Städte, da sie touristisch auch noch nicht so hoch frequentiert wird.

Durchschnittspreise (Stand 07/2018)

Low Budget (ca. 40 € pro Tag, pro Person):

Bett im Mehrbett Hostel, Kapselhotel: ca. 20-35 €
Essen im Cafe oder Imbiss: ca. 4 € pro Besuch
1l Wasser: ca. 0,80 €
Transport: zu Fuß
Museen, Freizeitaktivitäten etc.: kostenlos bis 5 €

Mid-Range (ca. 110 € pro Tag, pro Person):

Doppelzimmer im preiswerten Hotel, Pension etc.: ca. 50-80 € p.P 25-40 €
Doppelzimmer im mittelteueren Hotel: ca. 70-130 € p.P 30-65€
Ein einfaches Mittag- und Abendessen: ca. 25 €
1l Wasser: ca. 0,80 €
Transport: 600 Yen (ca. 4,80 €) 24 Std-Metrokarte
Museen, Freizeitaktivitäten etc.: ca. 10-25 €
Transport im Umland: ca. 20 €

High Class (ca. ab 230 € pro Tag, pro Person):

Doppelzimmer im luxioriösen Hotel: ab 140 € ~ p.P ab 75€
Ein Gourmetrestaurant oder 2 große Mahlzeiten am Tag in Restaurants : ab 40 €
Transport: 1-2 Taxifahrten innerhalb des Zentrum ab 20 €
Museen, Freizeitaktivitäten, Schiffsfahrt etc.: ab 30  €
Transport im Umland z.B. Mietwagen: ab 60 €

Mobilität

Anreise über den Hakodate Airport (HKD):

Vom Flughafen gibt es einen Direktbus für 300 Yen, der im 20-Minuten Takt fährt.

Innerhalb des Stadtzentrums:

Prinzipiell sind die Sehenswürdigkeiten im Zentrum fußläufig erreichbar. Lediglich das Goryōkaku liegt etwas außerhalb des Zentrums aber kann theoretisch auch per Fuß erreicht werden. Allerdings liegt Hakodate auf einem Berg, daher können Wege je nach Steigung etwas länger dauern. Mit der Straßenbahn kommt man am bequemsten von Ost nach West und vom Süden nach Norden.

Shin-Hakodate nach Hakodate

Abends ist die Bahn wie leergefegt und das in Japan 😉

Wenn ihr mit dem Shinkansen aus Tokio anreist werdet ihr am Bahnhof Shin-Hakodate angekommen, welcher ca. 20 Fahrtzeit vom Bahnhof Hakodate entfernt ist. Der schnellste Weg zwischen den beiden Bahnhöfen ist der Hokuto Express (aus Sapporo). Wenn ihr den Jr-Pass habt deckt er diese Fahrt, wenn nicht gibt es noch den günstigeren regional Express, der öfter hält und ca. 10 Minuten länger fährt.

Übernachtung

Hakodate hat noch nicht eine große Auswahl an Unterkünften. Als ich im Mai 2018 dort war gab es jedoch viele Baustellen für Hotels. Dies liegt vorallem an der 2016 eröffneten Shinkansen Verbindung nach Tokio.

Essen und Trinken – Regionale Spezialitäten

Das Essen in Hokkaido wird selbst bei einigen Japner*innen als das leckerste im Land bezeichnet! Das liegt vor allem an dem großen Anteil der landwirtschaftlichen Fläche und Betriebe. Bekannt ist vorallem der frische Mais oder die teuren Yubari Melonen. Da es im Winter sehr sehr kalt wird haben sich unterschiedliche regionale Spezialitäten herausgebildet wie beispielsweise unterschiedliche Ramensuppe pro Städteregion z.B. Sapporo, Asahikawa und Hakodate. Hier kommt ihr zu den überregionalen Gerichten.

Hakodate Salt Ramen

Hakodate ist bekannt für die Salz-basierte Misosuppe. Diese gibt es in fast jedem Restaurant, obwohl ich empfelen würde diese in einem Ramenshop oder einem Laden zu essen, dessen Karte nicht so groß ist.

(Cherry Blossom) Softeis

Das Softeis soll in Hokkaido aufgrund der großen Landwirtschaft am besten schmecken. Während des Hanami gibt es das saisonale Kirschblüteneis.

Sehenswertes in Hakodate

Morning Market

Der Morning Market (Asa-Ichi) befindet sich einige Gehminuten von der Hakodate Zugstation entfernt. In einer großen Halle befinden sich viele kleine Verkaufsstände und anliegend kleine Gassen mit anderen kleinen Ständen. Er öffnet meistens gegen 05:00 und schließt langsam um 12:00. Der Morning Markt ist vorallem für die Krebse und Tintenfische bekannt. Obwohl der Morning Market sehr touristisch ausgeprägt lohnt sich ein kleiner Besuch, da auch Locals immernoch ihre Ware hier kaufen. Es gibt viele kleinere Restaurants und Imbisse, die direkt am Markt angrenzen und meist bis zum späten nachmittag geöffnet haben.

Bahnhaltestelle: Hakodate eki-mae

Eintritt: frei

Öffnungszeiten: 5:00~12:00

Fort Goryōkaku (“Fünfeckbefestigung”)

Etwas außerhalb des Stadtkerns gelegen befindet sich die erste japanische Festung, die im westlichen Stil erbaut worden ist. Das Fort Goryōkaku ist einer der bekanntesten und schönsten Orte um die Kirschblüte zu sehen.

Bahnhaltestelle: Goryōkaku-kōen-mae

Eintritt: frei

Öffnungszeiten: Park 24 Stunden

Die “Vergänglichkeit” der Kirschblüte habe ich zu spüren bekommen, ein paar Tage zu spät und alles ist verblüht….

Goryōkaku Tower

Um wirklich die Sternenform des Goryōkaku zu sehen, ist ein Blick von oben nötig, wie praktisch dass es diesen

Bahnhaltestelle: Goryōkaku-kōen-mae

Eintritt: 900 Yen (ca. 7,80 €)

Öffnungszeiten: 8:00~19:00 (April bis Ende Oktober)
9:00 ~ 18:00 (Ende Oktober bis April)

Mount Hakodate

Der Mount Hakodate ist mit seinen 334 Metern wahrscheinlich “DIE” Sehenswürdkeit in Hakodate. Die Nachtaussicht wurde mit Hongkong und Neapel zu den schönsten der Welt ausgezeichnet.

Bahnhaltestelle: Jujigai (10 Minuten Fußweg bis zur Seilbahn. Nachts von 17-22 Uhr gibt es auch Shuttlebusse direkt zur Seilbahn. Die Seilbahn fährt nur von April-November.

Eintritt: 900 Yen (ca. 7 €) Tagesticket, man kann also tagsüber und nachts kommen + 1280 Yen ( ca. 11 €) Roundtrip Seilbahn oder 780 Yen One-Way ( ca. 6  €).

Öffnungszeiten: 10:00 ~ 22:00 (~21:00 von Oktober bis April).

Insidertipp: Achtet auf das Wetter und eine wolkenfreie Sicht, sonst kann der Ausblick etwas enttäuschend sein.

Red Brick Warehouses (Kanemori Warehouse)

Die Red Brick Warehouses direkt am Hafen von Hakodate bieten Shopping- und Essensmöglichkeiten an.

Bahnhaltestelle: Jujigai

Eintritt: frei

Öffnungszeiten der meisten Geschäfte von 9:30 ~ 19:00

Motomachi

Motomachi ist das Viertel der ehemaligen ausländischen Handelsleute. Als 1854 die Abschottung Japans endete, zogen einige Menschen aus China, Russland, Großbritanien und vielen anderen Ländern nach Hakodate. Daher gibt es in diesem kleinen Viertel viele Häuser in unterschiedlichen Baustilen.

Eintritt: frei; Old British Consulate 300 Yen(~ 2,50 €) ; Russische Orthodoxe Kirche 200 Yen (~ 1,50 €),

Öffnungszeiten: Old British Consulate; 9:00 ~ 19:00 ( 17:00 November bis März)

Russische Orthodoxe Kirche; 10:00 ~17:00 ( 16:00 an Samstagen)

Events

Port Festival

Das Port Festival findet meist vom 01-05 August statt. Es ist das größte Festival in Hakodate mit Essenständen, Feuerwerk, einer 200 000 Personen-Parade und dem interaktiven “Squid Dance”. Es soll so einfach sein, dass man einfach mitmachen kann ;).

Beste Reisezeit Japans nach Inselregionen – Klima, Regen, Taifune

Ich liebe es, mich im Vorfeld immer sehr gerne mit den unterschiedlichen regionalen Klimazonen eines Landes, zu beschäftigen ! Außerdem ist es wichtig die “richtige” Reisezeit zu finden, da sie für einen großem Teil zu dem  Erfolg des Urlaubs beiträgt! Da sich Japan auf einer Strecke von ca. Norwegen bis Italien erstreckt ist für jede Vorliebe etwas dabei! Da wäre zum Beispiel Okinawa, dass ganzjährig über warme bis subtropische Temperaturen verfügt – oder Hokkaido im Norden, dass so schneereich und kalt im Winter sein kann, dass sogar das Meer einfriert!

Für mich ist jedenfalls klar – ich möchte das dicht besiedlte Land am liebsten außerhalb der Hochsaison, also außerhalb von japanischen und chinesischen Feiertagen besuchen und eine schöne saisonale Kulisse haben – Challange accepted ;).

Generell sind die Tipps eine Orientierungshilfe! Im Austausch mit anderen Japan-Reisenden habe ich festgestellt, dass es jährlich zu einigen Monaten erhebliche Unterschiede geben kann. So erlebten wir den Mai in Tokyo mit sommerlichen und trockenen 26-30 Grad, während eine Freundin das Jahr zuvor über viel Regen und milden Temperaturen berichtete.

Hier ein kleiner und grober Überblick: Hier beziehe ich mich fast auschließlich auf das Klima und die damit verbundenen (Un) Angenhmlichkeiten.

Grün bedeutet die “ideale” Reisezeit, also einen Mix aus angenehmen (milden) Klima und vorallem in Japan besonders gibt es kaum Naturkatastrophen in diesem Zeitraum. Gelb steht für eine gute Reisezeit unter bestimmten Bedingungen oder Interessen (z.B. Wintersport). Rot steht dann logischerweise für die ungünstigste Reisezeit wie beispielsweise schlechte Wetterbedingungen; Taifune, Hitzewellen, Regenzeit etc.

Wir sehen also, dass Japans Klima sehr divers ist – zum Beispiel lässt sich Honshu die größte Insel auch nochmal in unterschiedliche Zonen einteilen z.B. in die Alpenregion oder auch in Nordhonshu und Südhonshu. Allerdings sage ich an dieser Stelle gerne noch einmal das es nicht “DIE” beste Reisezeit gibt, z.B. sieht der Mai optimal aus; grüne Landschaften,milde Temperaturen, wenig Regen aber z.B. für mich als Allergiegeplagte ist dann “meine” Pollenhochsaison .

Januar

Der Januar beginnt (logischerweise :D) mit Neujahr und der ersten Hochsaison der Japaner*innen, die zu ihren Familien fahren und die Tempel besuchen um für das neue Jahr zu beten. Die ersten Tage nach Neujahr wird auch als die “dritte Hauptreisezeit” der Japaner*innen bezeichnet. Auch sind viele Geschäfte,Behörden und Sehenswürdigkeiten geschlossen. Am 01. Januar selber hat fast alles geschlossen.

Hokkaido

Die Insel Hokkaido ist die schneereichste Regionen und ist daher ein Paradies für Winterliebhaber*innen und/oder Wintersportler*innen. Der Winter ist so hart, dass sogar das Meer einfriert! Wer dieses Spektakel sehen möchte, sei Wakkanai, dem nördlichsten Punkt Hokkaidos zu empfehlen. Weitere schöne Orte sind u.a. Mombetsu oder der Shiretoko Nationalpark. Die Sonnenstunden sind sehr kurz.

Honshu

Auch Honshu eignet sich für einen Skiurlaub. Die japanischen Alpen um Nagoya  oder die Region Tohoku im Norden. Vom internationalen Tourismus noch relativ unentdeckt sind z.B. die Orte um Morioka und dem Berg Iwate. Aber auch für einen Städteurlaub in Tokio, Osaka oder Kyoto herrschen recht gute Bedingungen. Zwar ist es mit relativ 10 Grad relativ frisch, jedoch regnet es wenig und es ist low season. Ein wenig wärmer wird es im Westen (Hiroshima, Miyajima). Ein Nachteil besteht in den kurzen Sonnenstunden und der fehlenden Vegetation.

Shikoku

Der Januar in Shikoku ist relativ kalt bei ca. 6 Grad aber dafür trocken. Das dünnbesiedlte Shikoko wird im Januar noch um einiges leerer sein als sonst. Bei den kühleren Temperaturen würde sich z.B. die Besichtigung von den japanischen Burgen/Schlössern anbieten, 4 von 12 befinden sich auf der kleinen Insel. Ein Nachteil besteht in den kurzen Sonnenstunden und der fehlenden Vegetation.

Kyushu

Kyushu hat einen milden aber relativ feuchten Winter. Der Januar ist mit durchschnittlichen 10 Grad der kälteste Monat des Jahres. Während es im Norden von Kyushu stark schneien kann, ist es im Süden seltener der Fall. Die heißen Quellen von Beppu bieten eine gute Aufwärmung an. Ein Nachteil besteht in den kurzen Sonnenstunden und der fehlenden Vegetation.

Okinawa

In Okinawa beginnt der Frühling bei durchschnittlichen 19 Grad mit dem aufblühen der Kirschblüte ca. Mitte bis Ende Januar. Leider gibt es für Okinawa keine offizielle japanische Wetterstation, deswegen wird diese kaum offiziell angekündigt. Okinawa besitzt auch im Winter eine blumenreiche und grüne Vegetation. Jetzt ist es am leersten in Okinawa. Abends/Nachts kann es sich etwas abkühlen (ca. 4 Grad), was vorallem dem Nordost Wind zu dieser Jahreszeit geschuldet ist. Die Wassertemperaturen von 23 Grad ist die “kühlste” im ganzen Jahr.

Februar

Auch der Februar zeichnet sich durch relativ wenig Regen aus. Vorallem wird man weniger Reisende als üblich antreffen. Wahrscheinlich ist jetzt die ideale Reisezeit um vorallem die “Indoor” Hotspots der beliebsten Sehenswürdigkeit in Tokyo und Kyoto zu sehen.

Hokkaido

Hier ist es immernoch sehr kalt und es schneit sehr viel. Was bietet sich also noch außer Skifahren an ;)? In Sapporo und anderen Städten finden Schneefestivals statt wobei das Sapporo Yuki Matsuri das bekannteste und beliebteste ist. Die Sonnenstunden sind sehr kurz.

Honshu

Es ist immernoch Wintersportsaison in den japanischen Alpen um Nagoya  oder die Region Tohoku im Norden. Vom internationalen Tourismus noch relativ unentdeckt sind z.B. die Orte um Morioka und dem Berg Iwate. Auch für einen Städteurlaub in Tokio, Osaka oder Kyoto herrschen recht gute Bedingungen. Ein wenig wärmer wird es im Westen (Hiroshima, Miyajima). Ein Nachteil besteht in den kurzen Sonnenstunden und der fehlenden Vegetation.

Shikoku

Shikoku  bleibt im Februar auch noch relativ kalt bei ca. 8 Grad und es regnet etwas mehr. Das dünnbesiedlte Shikoko wird im Februar noch um einiges leerer sein als sonst. Bei den kühleren Temperaturen würde sich z.B. die Besichtigung von den japanischen Burgen/Schlössern anbieten, 4 von 12 befinden sich auf der kleinen Insel. Ein Nachteil besteht in den kurzen Sonnenstunden und der fehlenden Vegetation.

Kyushu

Kyushu hat einen milden aber relativ feuchten Winter. Im Februar ist es etwas wärmer aber auch feuchter als im Januar. Sehenswert im Februar ist zum Beispiel das “Nagasaki lantern festival”.

Okinawa

Okinawa besitzt auch im Winter eine blumenreiche und grüne Vegetation. Jetzt ist es am leersten in Okinawa. Abends/Nachts kann es sich etwas abkühlen (ca. 4 Grad), was vorallem dem Nordost Wind zu dieser Jahreszeit geschuldet ist. Die Wassertemperaturen von 23 Grad ist die “kühlste” im ganzen Jahr.

März

Der März wird meist als “offizieller” Frühlingsanfang gesehen, was hauptsächlich auf die Inseln Kyushu, Shikoko und Honshu zutrifft. Die Kirschblüte klettert innerhalb einiger Wochen von Süden nach Norden über Japan hinweg. Meist fängt die Kirschblüte an Ende März zu blühen, fast passend zu den japanischen Frühlingsschulferien.

Hokkaido

Im März ist immernoch Winter und Skisaison in Hokkaido und es regnet/schneit nur etwas weniger als im Februar.

Honshu

Langsam erwacht Honshu aus dem Winterschlaf und die Temperaturen werden etwas milder. Tokyo und Kyoto werden im März durchschnittlich Temperaturen um 10 Grad haben.

Shikoku

Shikoku wird im März um einiges milder. Jetzt ist eine gute Zeit diese Insel zu besuchen und die ersten Wanderungen zu unternehmen. Ende März können die Kirschblüten anfangen zu blühen.

Kyushu

In Kyushu blühen meist gegen Ende März die Kirschblüten.Das Wetter in Kyushu kann im Vergleich zu ihren Nachbarinseln um einiges wärmer und milder sein. Trotzdem sind bei durschnittlichen 12 Grad noch wärmere Kleidung ratsam. Ende März können die Kirschblüten anfangen zu blühen.

Okinawa

Der März in Okinawa ist vergleichbar mit dem Februar. Allerdings wird es langsam wärmer. Der März hat Durchschnittstemperaturen von 21 Grad.

April

April, April bedeutet Kirschblüten- und Touristenhochsaion. Bis Ende April hat die Kirschblüte den Nordzipfel von Honshu ereicht. Nicht nur nationale sondern auch internationale Reisende strömen in die Großstädte und Parks um an dem Spektakel teilzunehmen. Vorallem auf Honshu heißt es jetzt: Überfüllte Züge, Hotels, Restaurants…ach einfach alles!

Hokkaido

Der April ist wahrscheinlich einer der wenig besuchten Monate in Hokkaido. Die Skisaison ist beendet und noch ist es nicht so warm. Viele Busse zu den Sehenswürdikeiten sind auch in der “low season”, dh. sind weniger frequentiert oder fahren gar nicht. Solange man aber in den Städten ist sollte dies kein Problem sein.

Honshu

Die Temperaturen auf der Hauptinsel werden immer milder. Aufgrund der Kirschblüte herrscht im April Hochsaison. In den Parks versammeln sich Menschen um das Kirschblütenfest (Hanami) zu feiern.

Shikoku

In Shukoku blühen meist gegen Ende März/Anfang April die Kirschblüten. Es kann auch hier relativ voll werden.

Kyushu

In Kyushu blühen meist gegen Ende März/Anfang April die Kirschblüten. Das Wetter ist zwar etwas regenerisch aber mit durchschnittlichen 15 Grad sehr angenehm.

Okinawa

Im April kann die Wassertemperatur auf 24 Grad steigen, was zum baden, schnorchen und tauchen einlädt!

Mai

Anfang Mai ist die Hauptreisezeit der Japaner*innen. Zur “Goldenen Woche” haben viele Menschen Urlaub, Geschäfte sind teilweise geschlossen und Züge und Hotels überfüllt. Außerdem ziehen die Übernachtungspreise an. In Hokkaido beginnt nun der Frühling, in Okinawa die Regenzeit. Wahrscheinlich ist der Mai der beste Monat für eine komplette Landesrundreise, auch wenn die klmatischen Bedingungen nicht überall perfekt sind, sind sie landesweit im durschnittlich sehr gut.

Hokkaido

Anfang Mai erwacht nun auch der Frühling in Hokkaido. Auch hier leiten die Kirschblüten den Beginn der Saison ein. Wenn man Glück hat überschneiden sich die Pflaumen- und Kirschblüten. Sapporo wird durchschnittliche Temepraturen von 12 Grad haben. In Nordhokkaido kann es immernoch teilweise schneien.

Honshu

Der Mai ist relativ ruhig und warm in Honshu. Wer es lieber etwas kühler mag kann in die Berge oder ans Meer fahren.

Shikoku

Der Mai ist der letzte Monat vor der Regenzeit. Bei Durschnittstemperaturen von 22 Grad ist es noch sehr angenehm zum wandern.

Kyushu

Jetzt ist ein guter Zeitpunkt Kyushu zu besuchen bevor die Regenzeit beginnt. Es ist schon um einiges wärmer

Okinawa

Die Regenzeit in Okinawa beginnt schon im Mai und hält bis ca. Juni an. Es ist also bei durchschnittlich 26 Grad und ca. 85 % Luftfeuchte warm und feucht. Bei durchschnittlichen 12 Regentagen hält sich die Saison aber in Grenzen und es wird somit nicht die ganze Zeit regnen und kann sogar als Erfrischung betrachtet werden :).

Juni

 

Außer in Hokkaido herrscht jetzt in ganz Japan die sommerliche Regenzeit (tsuyu). Der offizielle Anfang und Ende werden jährlich vom japanischen Wetterdienst veröffentlicht. Der Vorteil an der Regensaison ist das aufleuchten der grünen Vegetation. Im Juni ist auch noch nicht mit Touristenströmen zu rechnen. Während der Regenzeit ist es fast windstill und schwül. Um dem Regen komplett zu vermeiden bietet sich Hokkaido an.

Trotz des Sommers empfele ich euch eine dünne Jacke für die Metro und für die Malls mitzunehmen, da es dort aufgrund der Klimanlage sehr frisch werden kann. Außerdem empfielt sich eine gute Regenjacke.

Hokkaido

In Hokkaido ist noch Frühling und die Blumen erwachen aus ihrme Winterschlaf. Da Hokkaido die meisten Nationalparks hat, lohnt sich ein Ausflug hierhin.

Honshu

In Honshu fängt die Regenzeit an. Es kann vorallem in den Großstädten Tokyo, Osaka, Kyoto etc. sehr schwül werden.

Shikoku

In Shikoku regnet es auch aufgrund der Regenzeit sehr viel. Es ist etwas kühler als in den Großstädten Honshus und Kyushu und kann daher als Rückzugsort genutzt werden.

Kyushu

In Kyushu ist es nicht nur regnerisch sondern auch schwül.

Okinawa

Es ist noch Regenzeit und es wird sogar noch wärner. Das sind ungefähr tagsüber 28 Grad und ca. 85 % Luftfeuchte sehr warm und feucht. Bei durchschnittlichen 12 Regentagen hält sich die Saison aber in Grenzen und es wird somit nicht die ganze Zeit regnen und bei den Temperaturen kann es eine schöne Erfrischung sein.

Juli

Bis auf Hokkaido und Okinawa hält die Regenzeit noch bis meist Mitte Juli an. Die Schulferien beginnen national und international und es kann mit vielen Reisenden gerechnet werden. Trotz des Sommers empfele ich euch eine dünne Jacke für die Metro und für die Malls mitzunehmen, da es dort aufgrund der Klimanlage sehr frisch werden kann. Außerdem empfielt sich eine gute Regenjacke.

Hokkaido

Hokkaido ist im Sommer ein sehr beliebtes Ziel vorallem im nationalen Tourismus. Dies liegt an dem Ausbleiben der Regenzeit als auch an den milden Temperaturen, die auch im Juli kaum über 20 Grad klettern.

Honshu

Der Fuji kann nur in der Zeit von Anfang Juli bis Ende August bestiegen werden. Da dies die einzige Zeit im Jahr ist, ist es dementsprechend überfüllt. Wenn du also auch den Fuji besteigen möchtest ist jetzt die Gelegenheit dazu!

Shikoku

Der Juli

Kyushu

Okinawa

Juli und August sind die heißesten und schwülsten Monate in Okinawa und in dieser Zeit ein sehr beliebtes Ziel bei japanischen Tourist*innen, da im August Sommerferien sind.  Die Wassertemperaturen liegen bei 30 Grad und laden regelrecht zum baden ein. Da jetzt die Taifun-Saison anfängt kann diese Okinawa auch direkt oder indirekt (Regenströme) treffen.

August

Der August ist landesweit der heißeste Monat des Jahres. Im August fliehen viele Japaner*innen an die Küste z.B. Izu-Halbinseln, Okinawa oder in die Berge z.B. Nagano, Tohoku oder Hokkaido. Außerdem ist der August besonders in Tokyo auch als Shoppingmonat bekannt, da viele Geschäfte besondere Rabatte anbieten.

Trotz des Sommers empfele ich euch eine dünne Jacke für die Metro und für die Malls mitzunehmen, da es dort aufgrund der Klimanlage sehr frisch werden kann. Außerdem empfielt sich eine gute Regenjacke.

Hokkaido

Auf Hokkaido ist jetzt Hochsaison und das zu Recht. Vorallem zieht es viele Reisende in die Nationalparks (u.A. Lavendelfelder in Furano). Sapporo hat durschnittlich 20 Grad, sodass man auch in den Großstädten keinen Klimawechsel (von Klimaanlage – heißer Außenluft ) erwarten muss.

Honshu

Der Fuji kann nur in der Zeit von Anfang Juli bis Ende August bestiegen werden. Da dies die einzige Zeit im Jahr ist, ist es dementsprechend überfüllt. Wenn du also auch den Fuji besteigen möchtest ist jetzt die Gelegenheit dazu!

Shikoko

Der August ist der heißteste Monat in Shikoku.

Kyushu

Okinawa

Juli und August sind die heißesten und schwülsten Monate in Okinawa und in dieser Zeit ein sehr beliebtes Ziel bei japanischen Tourist*innen, da im August Sommerferien sind.  Die Wassertemperaturen liegen bei 30 Grad und laden regelrecht zum baden ein. Taifune können direkt oder indirekt Okinawa treffen.

September

Hokkaido

Honshu

Shikoko

Kyushu

Kyushi ist im September noch sehr warm (durchschnittlich bei 28 Grad) und teilweise schwül. Außerdem ist das Risiko von Taifunen hoch.

Okinawa

Es ist jetzt Taifun-Hochsaison. Es ist immer noch heiß (durchschnittlich 30 Grad) und schwül aber es wird an den Küsten leerer. Der Herbst ist relativ trocken und die Wassertemperaturen liegen durchschnittlich auch bei hohen 29 Grad.

Oktober

Der Oktober läutet den Herbst mit seinem rotem Laubkleid (außer Okinawa) ein.

Achtung: In Oktober haben die chinesischen Nachbarn ihre “Golden Week” und schon lange werden die freie Tage zum Shoppen im Ausland verbracht. Diese arbeitsfreie Woche beginnt am 01.10. Die japanische Regierung stellt in dieser Zeit extra (chinesischsprechendes) Personal ein, die in den Ballungszentren den Anstrum bewältigen sollen. Außerhalb der Großstädte wird es aber ruhiger zugehen, da die meisten Tourist*innen in dieser Woche zum Shoppen kommen.

Hokkaido

In Hokkaido wird es kühler, bei durchschnittlich 12 Grad in Sapporo.

Honshu

Die Taifunsaison endet in Honshu meist im Oktober. In Nordhonshu beginnt meist Anfang Oktober die Laubsaison. In Zentral Honshu um Tokyo und Kyoto dauert es meist noch etwas bis Ende September.

Shikoku

Kyushu

Es können teilweise noch Taifune vorkommen. Allerdings ist es um einiges trockener als noch im September.

Okinawa

Die einzige Region Japans die kein Herbstlaub zu sehen bekommt ist Okinawa. Wahrscheinlich wäre das auch bei durchschnittlichen 27 Grad Lufttemperatur und 28 Grad Wassertemperatur unrealistisch oder ?

November

Hokkaido

In Hokkaido sind wahrscheinlich jetzt die Bäume schon alle verblüht. Daher wird es sehr kahl aussehen. Ähnlich wie im April kann es Einschränkungen im Vekehr geben, da low-season ist und die Skisaison noch nicht angefangen hat. In den Großstädten wird es aber jetzt schön leer sein.

Honshu

In der Bergregion kann es schon anfangen zu schneien.

Shikoku

Als letzte Region färbt sich das Laub ca. Mitte November bis Anfang Dezember in Shikoku rot. Eine ideale Kulisse für Wanderungen!

Kyushu

Kyushu bildet Anfang November die vorletzte Region, in der das Laub sich rot färbt. Das liegt vor allem daran, dass es noch teilweise tagsüber bis 18 Grad warm werden kann. Kyushu ist zum roten Laub noch nicht so touristisch überlaufen wie Honshu. Daher lohnt sich ein Besuch jetzt besonders.

Okinawa

Die Taifun-Saison endet offiziell auf Okinawa. Die Temperaturen werden angenehm mild und es findet die Tour de Okinawa statt. Außerdem bleibt es weiterhin relativ trocken. Die ideale Reisetemperatur für Wanderungen aller Art.

Dezember

Bis auf Okinawa beginnt in Japan der Winter. Dieser zeigt sich in unterschiedlichen regionalen Ausprägungen. Als Weihnachtsfeiertag zählt der 25.12., am 24.12 wird ein anderer Geburtstags, nämlich der des derzeitigen Kaisers gefeiert ;).

Hokkaido

In Hokkaido beginnt die Skisaison. Der Dezember ist in Hokkaido der “wärmste” Wintermonat, bei durchschnittlich 0 Grad in Sapporo und Nachttemperaturen.

Honshu

 

Shikoku

Shikoku ist im Dezember relativ trocken. Durchschnittlich werden 10 Grad erreicht und nachts ist meist auch nicht kälter als 7 Grad, sodass es kein kaltes Winterziel ist und bei warmer Kleidung noch angenehm.

Kyushu

Kyushu kann im Dezember regenerisch werden. Bei durschnittlichen Temperaturen in Fukuoka von 10 Grad ist es jedoch immernoch sehr mild für den Dezember und kann mit warmen Klamotten angenehm sein.

Okinawa

Der Dezember eignet sich insbesondere für Winterfliehende (wie mich :D) an, da der Dezember mit seinen 21 Grad ganz und gar nicht weiße Weihnachten versprechen wird.

Easy Travel: Dinge, die du vor der Reise wissen solltest

Vor meiner Reise hatte ich viele Fragen im Kopf: Wie wird dies und jenes in Japan laufen? Was passiert wenn ich nicht weiterkomme? Ein beruhigender Fakt für Erstreisende für Japan: (Fast) alles ist sehr gut organisiert! Bisher habe ich kein Land bereist, welches selbst in sehr sehr kleinen Städten über ein kleines Touristenhäuschen verfügte und wo viel Personal z.B. an Flughäfen oder Bahnhöfen eingesetzt wird damit alles organisiert funktioniert. Mein Freund hatte am Flughafen z.B. einen leeren Kulli für das Einreiseformular, als er den Stift hinlegte kam in diesem Monat noch jemand, der diesen ersetzte! Der Wahnnsinn!

Nichtsdesdotrotz gibt es einige Dinge, die anders sind, daher habe ich einiges aufgelistet, um das Reisen leichter zu gestalten.

Reisezeit

  • Japan ist eines der Länder, welches in den letzten Jahren einen enormen Zuwachs an ausländischen Tourist*innen zu verzeichnen hat. Kamen 2007 knapp 7 Millionen aus dem Ausland, sind es mitlerweile 30 % , besonders aus China, Südkorea und Taiwan, Tendenz steigend. Der inländische Tourismus ist auch sehr hoch und wird insbesondere durch volle Züge und ausgebuchte Hotel an Neujahr, der Golden Week (erste Woche im Mai), Obon (Mitte August) , zur Kirschblütensaison (März bis Mai) sowie zum “roten” Herbst (Oktober bis Mitte November) deutlich. Sommerferien sind im August, dann sind meistens die Hotels an der Küste und in den Bergen brechend voll.
  • Wahrscheinlich geht es dir wir mir, ich wollte unbedingt zur Sakura Season nach Japan. Auch wenn die Kirschblüten ein einmaliges Erlebnis sind, sollte man sich bewusst sein, dass besonders Tokio als überbevölkerte Stadt einmal noch vollgestopfter als sonst ist! Die Kirschblüten ziehen nämlich Touris aus aller Welt an! Zudem ziehen die Hotelpreise insbesondere in Tokio, Kyoto und am Fuji an. Ein Tipp wäre daher eher “untouristische” Städte und Gegenden aufzusuchen um die Kirschblüte zu sehen
  • Die “ideale” Reisezeit ist regional unterschiedlich; Klicke hier für meinen Artikel zu den Inselregionen im Jahresüberblick

Gepäck

  • Packe minimalistisch: Weniger ist mehr! Platz ist sehr wichtig in Japan. Die Zimmer in den Unterkünften sind sehr klein, in manchen könnt ihr den Koffer nur auf dem Bett aufmachen. Auch in den öffentlichen Verkehrmitteln werdet ihr wenig Platz haben. Auch wenn die Verlockung groß ist ein großes Gepäckstück mitzunehmen, es kann damit sehr frustrierend sein. Manche Bahnhöfe und viele Ubahnstationen haben übrigens keinen Aufzug und/oder Rolltreppe.
  • Kleidung könnt ihr  sehr günstig waschen (meist 200 Yen~1,50€ für 6 Kg). Waschsaloons gibt es in größeren Städten sehr häufig, aber selbst in kleineren Städten finden sich in der Regel Waschsalons
  • Gepäckfreies reisen: In Japan gibt es einen sehr angenehmen Service; ihr könnt euer Gepäck von vielen Stellen aus zum nächsten Hotel Flughafen oder Bahnhof senden lassen. Ob beispielsweise ein Supermarkt diesen Service anbietet, erkennt ihr an dem “Kuro Neko” (schwarze Katze) Symbol. Der Preis berechnet sich nach der Entfernung und der Größe/Gewicht. Ein großer Koffer kostet beispielsweise von Tokio nach Osaka ca. 2800 Yen (23 Euro).

Spartipp: Einkauf vor der Reise

  • Drogerieartikel sind in Japan um einiges teuerer als in Deutschland. Deo oder Sonnencreme (in 50 ml! Packungen) können umgerechnet ca. 5 € kosten.

Spartipp: Einkauf während der Reise

  • In einigen Convience Stores werden abends (so ab 18:00) frische Lebensmittel z.B. Onigiris, Bentoboxen, Sushi reduziert verkauft.

Nachhaltiger Reisen

  • In Japan wird fast alles in Plastik verpackt und auch Plastiktüten werden in Massen an die Kunden gegeben. Selbst Bananen sind einzelnd in Plastik verpackt! Nimm vor deiner Reise doch ein- oder zwei Jutebeutel mit, dass ist nicht nur umweltfreundlicher, sondern transportiert deinen Einkauf besser als eine dünne Plastiktüte! Ich habe die Plastiktüten als Mülltüten aufbewahrt und hatte am Ende meiner Reise trotzdem knapp 20 (!) Tüten übrig.

Mülleimer

  • In Japan gibt es wenig öffentliche Mülleimer. Ihr könnt wie oben beschrieben die Plastiktüten aus dem Convience Store als Mülltüte benutzen. Mülleimer gibt es aber auch direkt in den Convience Stores oder größere befinden sich an den größeren Bahnhöfen.

Bargeld / Automaten

  • Auch wenn Japanden Ruf als “Bargeldland” weg hat, hat man keine Probleme mit seiner Visa oder AmericanExpress an Automaten Bargeld zu ziehen. Diese befinden sich beispielsweise bei der Post oder an fast jedem Convicence Store, von denen es sehr viele gibt. Je nach Betrag zahlt man pro Auszahlung eine kleine Gebühr :
  1. bis 19.999 Yen: 108 Yen (ca. 80 Cent)
  2. ab 20.000-100.000 Yen: 216 Yen (ca. 1,70 €)

Tempelbesuche

  • Da bei Tempelbesuchen die Schuhe ausgezogen werden, rate ich euch extra Socken mitzunehmen, vorallem wenn man im Sommer Sandalen o.Ä trägt.

Öffentliches Verkehrsnetzwerk

  • Die Züge in Japan sind (über)pünktlich. Auch wenn wir es einmal getan haben; Rennen am Bahnhof ist verboten. Plant daher immer genug Zeit zum Umsteigen ein.
  • Zwischen Mitternacht und 05:00 morgens fahren keine Züge oder andere öffentliche Verkehrsmittel, auch nicht in Tokio und ja, auch nicht am Wochenende! Taxen haben zudem einen Nachtzuschlag.

Öffentliches Wifi

  • An den internationalen Flughäfen kann man sich eine japanische Simkarte (meist 4 GB, für 15 oder 30 Tage) oder einen Wifi-Router ausleihen. Für den Wifi-Router ist es meistens günstiger diesen vorab online zu bestellen. Die japanische Simkarte ist ausschließlich füs die Internetnutzung gedacht. Wir hatten einen Wifi-Router ohne Limits, mit dem man 10 Geräte anmelden kann. Er hat ca. 3,60 € am Tag gekostet und war Gold wert.
  • Es gibt kostenloses Wifi in Flughäfen , Starbucks oder einigen Malls. Die Qualität ist vergleichbar mit öffentlichen Netzwerken in Deutschland – es kann durchaus langsam werden.

Verschmutzung durch Touristen*innen/Overtourism “kanko kogai” in Japan

Der Tourismus in Japan ist trotz der Katastrophe von Fukushima 2011 unglaublich gestiegen. Waren es 2011 knapp 6,2 Millionen Tourist*innen, waren es 2017 ein Rekord von 28,6 Millionen Besucher*innen. Zur Olympiade 2020 ist von der Regierung sogar ein Anstieg bis 40 Millionen geplant.

Mit dem ökonomischen Gewinn durch diese Branche wird die Schattenseite “Overtourism” immer deutlicher; In überfüllten und dreckigen Verkehrsmitteln oder in mehr und mehr Schildern, wie man sich in einem Tempel, Onsen oder im allgemeinen Verhalten sollte. Die Situation hat sich sogar so verschärft, dass ein Wort erschaffen worden ist, dass das Phenomen einen eigenen Namen bekommen hat “kanko kogai” (Verschmutzung durch Touristen). Japan ist eine eher kollektivistische Gesellschaftsform, was bedeutet, dass das Glück der Gemeinschaft dem individuellen vorzuziehen ist. Dies ist beispielsweise deutlich dadurch, dass nirgends Müll oder Graffiti vorzufinden ist, da es der “Gemeinschaft” schadet. Während in Singapur drakonische Strafen drohen, ist es in Japan eine soziale Regel des Zusammenleben, damit gerade überbevölkerte Städte wie Tokyo oder Osaka lebbar für alle sind. Dazu gehört beispielsweised auch so wenig Gepäck wie wenig mitzunehmen, damit man den Platz von anderen nicht beansprucht. Das erste Mal woran ich schon vom weiten (mit Sehschwäche ;)) bemerkt habe, dass es sich in der Metro um fast ausschließlich Touris handelte habe ich daran gesehen: Die Leute haben ihre Beine gespreizt, ihre Taschen auf leere Sitze gelegt und dass obwohl viele Leute stehen mussten.

” And while Japan is keen to play up its sense of omotenashi – the Japanese term that means “to entertain guests wholeheartedly” – cracks are appearing in the smiling facade” (This Week in Asia)

Aber kommen wir erstmal zu der eigentlichen Ursache: Wie ist es dazu gekommen, dass Japan aufeinmal eine Flut von Tourist*innen aufweist?

Gründe für den rasanten Anstiegs des Tourismus sind unter Anderem:

  • Seit 2003 investiert die japanische Regierung in die Tourismusbranche und zielt immer höhere Zahlen von Tourist*innen an. Der neue Tourismus ist ein neues Standbein der japanischen Ökonomie geworden.
  • Die Legalisierungvon Casinos bringt ist insbesondere für Besucher*innen aus China attraktiv
  • Viele der Chinesische Touris interessieren sich insbesondere für japanische Markenprodukte und Medikamente, da sie so sicher stellen, dass es sich um keine Replikate handelt.
  • Bis zum 15.06.18 befanden sich ca. 60 000 Airbnbs online, die nicht registriert worden sind. Erst mit dem “Minipaku” Gesetz, ist es erlaubt ein Airbnb zu betreiben, welches die Anzahl der Airbnbs auf 1000 zunächst reduziert hat. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass viele Wohnungen/Häuser (halb) illegal zur Verfügung standen.
  • Japan als neues “Trendziel” u.A. auch wegen des schwachen Yens.
  • Last but not least; Der generelle Trend zu Dumping Flügen und die steigende Anzahl des Flugtourismus.

Last August, The Japan Times ran a story on “good” and “bad” tourists. The country would like more of the former; the latter were described as noisy, having bad manners, leaving a trail of detritus behind them – the list was long.

Bestimmte Ereignisse, die das ungebildete und zerstörerische Verhalten illustriert:

  • Der Bambuswald in Arashiyama leidet immer mehr unter Tausenden von Graffitis bzw. eingeritzten Namen und Tags auf dem Bambus (The Asahi Shimbum)
  • Nach einem erheblichen Schneesturm in Hokkaido mussten mehrere Flüge gestrichen werden, was zu Schlägereien zwischen Touris und Polizei führte (siehe hier )
  • Für Bilder von den Kirschblüten (Sakura) steigen  Touris die Bäume hoch, treten diese oder schütteln diese, da sie einen Kirschblütenregen wollen (The South China Morning Post)
  • Um ein Bild von einer Maiko/Geisha zu erhaschen sind einige bereit, diese solange zu belästigen und zu verfolgen, dass die armen Frauen in Tränen ausbrechen (The Guardian)

Tja kaum zu glauben, dass ich selber als Touristin auch “Opfer” dieses rücksichtloses Fotoverhalten von Touris unterschiedlicher Nationalität geworden bin. Mein Traum war es immer Sonntags in japanese street fashion durch Harajuku zu laufen. Also aufgerüscht erst zum Yoyogi Park, welcher ein ehemaliges Mekka der Street Art Jugendlichen war. Leider wurde ich dort kaum mit 10 cm Abstand von einem Typen von oben bis unten gefilmt und geknipst. Als er darauf von meinem Freund angesprochen wurde schaute er nur und fragte “you mind?!”. Unglaublich. Kurze Zeit darauf dass gleiche auf der Cat Street in der ich von einer älteren Frau und ihrer Familie abgelichtet worden bin. Obwohl sie mir Komplimente zu meinem Outfit gaben, haben sie sich geweigert zu verstehen warum man fremde Menschen ohne zu fragen nicht einfach ablichtet (vorallem von kurzer Distanz). Das frecheste jedoch war, dass sie sagten sie würden KEIN JAPANISCH sprechen, mich aber direkt auf Englisch ansprachten, einfach nur dreist.

Wie würdest du dich fühlen, wenn dies in deiner Heimat zum Alltag geworden ist? Welche Meinung hättest du von Touris, wenn du auf so ein Verhalten stoßen würdest?

Hier sind meine Tipps um nachhaltig in Japan zu reisen und als “Gast” dem “Gastgeber” respekvoll gegenüber zu treten:

  • Informiere dich über das Land, welches du besuchst. Sei neugierig!
  • Lächle und werde nicht laut falls es mit der Kommunikation nicht funktionieren sollte und damit meine ich nicht die gesproche Sprache ;). Ich weiß es ist schwierig, da ich auch als “deutsch” sozialisierter Mensch lieber alles direkt anspreche (inkl. Probleme) und dann eher sauer werde wenn sich jemand in der Kommunikation rum druckst. In Japan gehört es aber zur Kultur längere Gesrpäche zu führen und Dinge indirekt anzusprechen, achte darauf das ein “maybe” oft aus Höflichkeit gesagt wird, da die (ehrliche) Antwort  nicht gesagt werden kann.
  • Versuche ruhig zu bleiben vorallem nicht in der Metro, stell dir vor jeder Mensch in der vollen Bahn würde reden
  • Vermeide die Rush-Hour(s) mit allen Mitteln (vorallem mit Gepäck) ! In größeren Städten ist diese zwischen 07:00-9:00 und 16:30-19:00, wobei die morgendliche Rush-Hour intensiver ist.
  • Versuche zur regionalen und/oder saisonalen Nebensaison zu reisen. Wusstest du beispielsweise, dass in Okinawa im Januar oder in Hokkaido im Mai die Kirschblütensaison ist, die viel weniger Touris anzieht als die Region Kansai/Kanto im April?
  • Versuche insbesondere außerhalb von japanischen Feiertagen zu reisen, die Züge und Hotels werden noch überfüllter sein als sonst.
  • Nehme deinen Müll immer mit und versuche Plastiktüten zu vermeiden.
  • Übernachte in keinem (unregistrierten) Airbnb!
  • “Those who follow the crowd usually get lost in it.” Kennt ihr dieses Zitat von Rick Warren? Es gibt soviel mehr als den “klassischen” Reiseweg Tokyo, Fuji, Kyoto, Osaka, Hiroshima. Ich kann es absolut nachvollziehen genau diese Route zu nehmen und es handelt sich um Städte, die ich wahrscheinlich auch nicht auslassen wollen würde. Aber Japan bietet so so so viel mehr als diese Route und diese Städte.

“Take the memories. Leave only footprints” Chief Seattle