10 Dinge, die dich in Marokko überraschen werden

Andere Länder – andere Sitten – auch wenn dieser Spruch so 08/15 und verallgemeinernd ist, hat er doch ein Funken Wahrheit. Hier habe ich mal meine Top 10 der Dinge aufgelistet, die vielleicht den ein oder anderen überraschen wird.

  1. Taxifahrten. Ein „offizielles“ Taxi bedeutet nicht dass man vor Scam oder Betrug geschützt ist. Je weniger der Taxifahrer redet desto besser…Warum? In einem Gespräch wird oft getestet, wo man eigentlich herkommt, wo man noch überall hin möchte, was man gerne isst etc. Zufälligerweise bekommt man dann Tipps zu Restaurants oder Unterkünften, oder auch mal eine „private“ Tour für das zehn fache des Preises!
  2. Die Vielfalt an leckeren Säften! Es gibt keinen Vergleich zu den Säften, die in Deutschland verkauft werden und den Säften in Marroko! Mein absoluter Liebling neben Granatapfelsaft ist Zuckerrohrsaft! Diesen bekommt man an mobilen Verkaufsständen, die eine spezielle Presse haben.
  3. Als Ausländer*in wird man begutachtet und dass nicht nur von Verkäufer*innen o.Ä. sondern von den Einheimischen generell. Als Tourist*in fällt man allein durch seine Kleidung, seine Größe etc. auf dass viele Menschen einen anschauen oder teilweise anstarren.
  4. Der hohe Konsum von Brot und Pommes! Eine Low Carb Diät wird in Marroko sehr schwer werden! Zu allen Gerichten wird Brot serviert, zu fast allen anderen Gerichten Pommes (sogar zu Sandwichs!).
  5. Papiertaschentücher oder Servietten sind „Luxusartikel“ Als ich das erste Mal eine Marrokanerin Tempotaschentücher auf der Straße verkaufte habe ich mich noch gewundert. In den ersten Imbissen und Restaurants wurde mir schnell klar wieso; Anstatt Servietten wird lediglich Recyclingpapier benutzt! Auch hatten einige öffentliche Toiletten reines Papier für das Geschäft…
  6. Fehlende Supermärkte. Etwas was in Deutschland als selbstverständlich gilt, ist in Marroko Mangelware, hier wird alles auf den Märkten (Souks) oder in kleinen Shops gekauft.
  7. Müll, Müll, Müll.Leider gibt es trotz Bemühngen an Flughäfen und Bahnhöfen von Mülltrennung ein anderes großes Müllproblem. Die Entsorgung auf der Straße oder in der Natur und ich meine nicht mal ein paar Plastikflaschen oder Papier…
  8. Die massige Anzahl an „Faux guides“. Jaja vorallem in der Medina verirrt man sich und wird angesprochen von Kindern, Erwachsenen oder älteren Menschen, die dir den Weg zeigen wollen. Einmal waren wir auf der Suche nach einer Synagoge und ein kleiner Junge schreit uns entgegen „this way this way“ – einmal umgedreht sieht man das Minarett auf der anderen Seite – lehnt alle Anfragen ab, auch wenn ich verstehen kann, dass viele Menschen sehr arm sind und sich versuchen etwas dazu zu verdienen, man weiß dann doch nicht wohin sie einen führen und wie viel sie dafür haben möchten.
  9. Starke Gerüche in der Stadt – Auf den Straßen und in den Shops wird gekocht, gebraten, teilweise sogar geschlachtet daher riecht es überall sehr stark-im positiven oder negativen Sinne..
  10. Trotz des alltäglichen Scams  haben wir uns selten unsicher gefühlt! Ok, dass ist jetzt eher eine subjektive Sicht- bzw. Sicherheitsempfinden. Aber man sieht auch in den Großtädten wie Marrakesch oder Rabat abends viele Kindergruppen oder alleinreisende Frauen.

Rabat

Allgemeines

Rabat ist eine der vier Königsstädte Marokkos und die Hauptstadt des Landes. Ok, Wortwitze zum Namen der marrokanischen Hauptstadt spare ich mir (ok, ok, ich habs versucht :D).  Da auch der König Marokkos hier lebt, ist Rabat auch das diplomatische/politische Zentrum. Im Vergleich zu anderen marokkanischen Großstädten ist Rabat am saubersten und der Verkehr ist im Vergleich auch sehr geordnet.Rabat ist bisher noch ein sehr unterschätztes Reiseziel und steht bei den meisten auch nicht auf der Bucketliste zu Unrecht! Direkt am Meer gelegen erlebt man den frischen Wind der Atlantik Küste und hat direkten Zugang zu den historischen bedeuteten Gebäuden Marokkos.

Budget

Rabat ist touristisch wenig erschlossen, daher sind die Preise noch sehr moderat. Apropos war Rabat die einzige Stadt in der Taxifahrer alle ihren Compteur ohne Wiederstand und Aufforderung angeschaltet haben. Man kann mit etwas Scam auf den Märkten rechnen, aber alles in allem war Rabat die angenehmste Stadt, wenn es um Abzocke geht.

Durchschnittspreise (Stand 08/2018)

Low Budget (ca. 25 € pro Tag, pro Person):

Bett im Mehrbett Hostel: 5-15 €
Essen im Cafe oder Straßenstand pro Gericht: 3 €
1 Liter Wasser: 0,50 €
Transport: kostenlos bis 3 € (1 Taxifahrt im Stadtzentrum)
Museen, Freizeitaktivitäten: kostenlos bis 3€
SCAM: 5 €

Mid-Range (ca. 44,20 € pro Tag, pro Person):

Doppelzimmer im preiswerten Hotel: 20-40 € p.P 10-20 €
Doppelzimmer im mittelteueren Hotel: 60-80 € p.P 30-40€
Ein einfaches Mittag- und Abendessen 8-10 €
1 Liter Wasser: 0,50 €
Transport: 8 € (z.B. 2-3 Taxifahrten im Stadtzentrum)
Museen, Freizeitaktivitäten: 5 -10 €
SCAM: 5 €

High Class (ab 105 € pro Tag, pro Person):

Doppelzimmer im preiswerten Hotel: 20-40 € p.P 10-20 €
Doppelzimmer im luxioriösen Hotel: ab 90 € p.P ab 45 €
Ein Gourmetrestaurant oder 2 große Mahlzeiten im Restaurant ab 30 €
1 Liter Wasser: 0,50 €
Transport: ab 15 €
Museen, Freizeitaktivitäten: ab 15 €
SCAM: 5 €

Mobilität

Rabat ist sehr gut an das öffentliche Verkehrsnetz angeschlossen, Marrakesch ist in 4 Stunden, Fes in ca. 3 Stunden ereichbar.

Unterkünfte

Als Unterkunft empfehle ich ein Hotel in der Nähe des Bahnhofs “Rabat Ville”. Von dort aus hat man eine gute Basis und ist direkt zwischen den Sehenswürdigkeiten, Restaurants und Cafes. Wir haben im B & B übernachtet, dass ganz in Ordnung war jedoch direkt an einer Moschee und daher kann man morgens auch mal um halb 6 aus dem Bett geworfen werden 😉

Sehenswertes

Kasbah of the Oudaias

Dieser malerische Ort liegt direkt hinter den Stadtmauern an der Küste. Hier leuchten die Häuser in einem weiß-blauen Ton. Dieser kleine Teil der Stadt ist wahrscheinlich ein kleines  und weniger touristisches Chefchaouen.

Hassan Tower und das Royal Mausoleum

Ein kleiner Fußmarsch bergaufwärts führt zum Hassan Tower und zum Royal Mausoleum. König Hassan II. ließ die Grabstätte zum Gedenken verstorbenen Vater Mohammed V., erbauen.

Medina (Souqs)

Aufgrund des wenigen Tourismus sieht man in der Medina fast ausschließlich Einheimische. Die Medina hat eine sehr große Essensauswahl. Hier gilt wie in jeder anderen marrokanischen Stadt: Handeln, handeln, handeln….

Chellah

Südlich der Stadt befindet sich das Chellah, das von den Karthagern erbaut wurde und von den Römern und den Arabern besetzt wurde. Daher gibt es unterschiedliche architektonische Einflüsse. Langsam nimmt aber die Natur sich dieses Fleckchen zurück, es ist sehr sehr grün und ruhig innerhalb des Chellah. Diese Stätte ist ein Ort für streunende Katzen und nistende Störche geworden, was dem Ort nochmal einen natürlichen Flair verleiht.

Royal Palace

Wenn man vom Bahnhof aus in Richtung Chellah läuft, kommt man an dem Royal Palace vorbei, dem Sitz des Königs, der leider nicht besuchbar ist. Trotzdem ist diese Außenanlage schön anzusehen und wenn man sowieso auf dem Weg zum Chellah ist, nimmt man diese Sehenswürdigkeit gleich mit.

Tagesausflüge:

Von Rabat bietet sich ein Ausflug nach Casablanca an. Eine Stunde Bahnfahrt verbindet den Bahnhof Rabat Ville mit dem Bahnhof Casa Voyageurs.

Marrakesch

Allgemeines

Marrakesch – eine Stadt, die man meist entweder liebt oder hasst, da sie so polarisierend ist. Marrakesch, auch bekannt als die “rote Stadt” ist die viertgrößte Stadt Marrokos und gehört zu den vier Königsttädten. Marrakesch ist wahrscheinlich die Stadt mit dem größten Kontrast zwischen der Altstadt (Medina)  und der Neustadt. Besonders in dem Stadtteil Gueliz haben sich viele westliche Ketten, Edelboutiquen und Malls niederglassen.

Marrakesch hat einen eindrücklichen Wandel hinter sich und ist gerade auch noch in einem Veränderungsprozess – in keiner anderen Stadt sieht man so viele Neubauten und Hochhäuser sowie Luxuskaufhäuser und Shops. Auch während der Nebensaison ist der internationale Tourismus spürbar, was seine positive Seiten hat aber auch sehr viele Schatten wirft. Ich bin davon ausgegangen, dass durch die touristische Infrastruktur vieles einfacher laufen würde, aber ich wurde eines besseren belehrts- viele Dinge sind noch nicht ausgereift wie z.B. das Kanalisationssystem.

Durch die Nähe zum Atlas-Gebirge hat man bei klarer Sicht eine wunderschöne Aussicht auf die Berge.

Budget

Marrakesch ist im Vergleich zu den anderen marrokanischen Städten teuerer. Solltet ihr euch überlegen Souvenirs zu kaufen, findet man diese in anderen Städten günstiger. In diesem Abschnitt nehme ich leider die Kategorie „Scam“ aufnehmen, da wir damit rechnen können nicht immer den angemessenen Preis bei einer x-belibigen Dienstleistung wie Essen oder Transport zu bekommen. So kann man z.B. damit rechnen als Tourist eine andere Menükarte als die Einheimischen zu bekommen.

Durchschnittspreise (Stand 06/2018)

Low Budget (ca. 47 € pro Tag, pro Person):

Bett im Mehrbett Hostel, Pension: ca. 5-15 €
Essen im Cafe oder Imbiss: ca. 3 € pro Gericht

Ein Glas frischer Saft: ca. 0,40 €
1l Wasser: 0,50 €
Transport: 2 € für Fahrten mit dem lokalen Bus oder eine einfache Taxifahrt
Museen, Freizeitaktivitäten etc.: kostenlos bis 5 €

SCAM: ca. 30 €

Mid-Range (ca. 80 € pro Tag, pro Person):

Doppelzimmer im preiswerten Hotel, Pension etc.: 25-40 € p.P 12,5-20 €
Doppelzimmer im mittelteueren Hotel: 40-90 € p.P 20-45 €
Ein einfaches Mittag- und Abendessen: ab 10 €

1l Wasser: 0,50 €
Transport: 5 € für ein paar kurze Taxifahrten
Museen, Freizeitaktivitäten etc.: ca. 10-20 €

SCAM: ca. 30 €

High Class (ca. ab 130 € pro Tag, pro Person):

Doppelzimmer im luxioriösen Hotel: ab 100 € ~ p.P ab 50€
Ein Gourmetrestaurant oder 2 große Mahlzeiten am Tag in Restaurants : ab 50 €
Transport: ab 10 €
Museen, Freizeitaktivitäten: ab 30  €
Transport für Ausflüge ins Umland: Mietwagen: ab 50 €

SCAM: ca. 30 €

Übernachtung

 

Wie in den meisten marokkanischen Großstädten ist der Kern Marrakesch unterteilt in die Altstadt/Medina und in die Neustadt (Gueliz). Die Medina hat die meiste Auswahl an Riads und günstigen Hostels. Die meisten Sehenswürdigkeiten liegen in der Medina. Gueliz hingegen hat eine höhere Auswahl an Mittelklassen- und Luxushotels und ist um einiges ruhiger als die Medina.  Der Bahnhof liegt in Gueliz.

Mobilität

Ankunft über den Internationalen Airport Marrakesch-Menara (RAK): Der Flughafen liegt ca. 5 km von der Altstadt entfernt. Es gibt vom Flughafen zwei Möglichkeiten ins Stadtzentrum zu gelangen : Der lokale Bus oder das Taxi. Bei den Taxen wird zwischen “Petit” und “Grand” Taxi unterschieden. Es gibt bei Taxen meist “Vermittler” mit denen man einen Preis verhandeln sollte, damit man nicht den überteurten Preis von 150 MAD (oder mehr) annimmt. Ein Preis von ca. 80-100 MAD ist da schon gut, auch wenn man z.B. von der Alstadt zum Flughafen für 70 MAD fahren kann. Uns wurde jedoch von Einheimischen erzählt, dass die Fahrt vom Flughafen immer teuerer ist als zum Flughafen, aus welchen nachvollziehbaren Gründen auch immer…Eine andere Alternative ist natürlich einen Transfer von der Unterkunft zum Flughafen zu organisieren um entspannter anzukommen.

Der Express Flughafen-Bus Nr. 19 fährt im 30-Minuten Takt für 20 MAD (30 MAD Returnticket innerhalb von 2-Wochen) unterschiedliche Ziele in Marrakesch an. Zudem gibt es noch den lokalen Bus Nr. 11, der aber eher mit wenig Gepäck genutzt werden sollte, da dieser oft hält und zu bestimmten Uhrzeiten mit Leuten gefüllt ist.

Ankunft über den (Bus-) Bahnhof:

Der Bahnhof liegt in Gueliz und ca. 10 Fahrminuten von der Medina entfernt. Der Busbahnhof von dem aus viele Fernbusse halten liegt direkt hinter dem Bahnhof. Am Bahnhof halten viele petit und grande Taxen, die versuchen einen horrendenen Preis zu verlangen. Für eine 10 minütige Fahrt soltet ihr nicht mehr als 40 MAD zahlen. Alternativ kann man sich von der Straße ein Taxi heran winken lassen.

Innerhalb des Stadtzentrums:

Taxen: 

Theoretisch ist alles fußläufig erreichbar. Die einfachste und flexiblste Art durch die Stadt zu reisen sind die petit-Taxen. Diese solltet ihr vorzugsweise direkt von der Straße abfangen anstatt an einem Sammelpunkt, da dort oft ein Vermittler steht, der “Festpreise” verkaufen möchte. Besteht auf den Taxameter (Compteur) , auch wenn viele sich weigern, es gibt eine Fülle von alternativen Taxen. Taxen gibt es in der Innenstadt wie Sand am Meer und sie sind im Vergleich zu deutschen Taxen sehr günstig. Eine kurze Fahrt im Stadtzentrum sollte euch nicht mehr als 20 MAD (2 €) kosten.

Busse: Die lokalen Busse sind sehr langsam und sehr oft überfüllt, dafür aber sehr günstig.

Sehenswertes in Marrakesch

Koutoubia Moschee

Die Koutoubia Moschee ist wahrscheinlich “das” Wahrzeichen der Stadt. Sie markiert den Übergang von der Medina zu Gueliz oder umgekehrt :). Für Nicht-Muslime ist der Eintritt leider untersagt. Vor der Moschee gibt es einen kleinen Minipark zum entspannen.

Djemaa el Fna

Der Djemaa el Fna ist der zentrale Marktplatz der Stadt. Einst ein Hinrichtungsort ist er jetzt Sammelstätte für Gaukler*innen, Künstler*innen und Händler*innen. Morgens ist es noch sehr überschaulich, abends nimmt das Treiben zu und es wird richtig voll. Es ist falsch anzunehmen, dass der Djemaa el Fna ausschließlich für Touris gedacht ist, da auch die Einheimischen hier ihre Lebensmittel kaufen und essen gehen, allerdings gibt es vorallem als Tourist*in einige Dinge die man unbedingt beachten sollte um nicht in eine Scam-Falle zu tappen:

  1. Auf keinen Fall mit der Kamera oder dem Handy rumlaufen. Schon bei dem leisesten Verdacht auf ein Foto werdet ihr von einem Gaukler und/oder deren Kompanen angesprochen und bedrängt werdet einen übertriebenen Preis zu zahlen (ich habe sogar Berichte gelesen, dass Leute noch nicht einmal ein Foto gemacht hatten aber ihre Kamera draußen hatten, das hat ausgereicht um bedrängt zu werden!).
  2. Nicht stehen bleiben. Bleibt man kurz stehen um sich einiges genauer anzuschauen, wird man in der Regel sofort angequatscht, entweder für ein Henna Tattoo, eine Show Einlage oder irgentetwas anderes… Lehnt man ab, wird man sehr oft beschimpft. Hier habe ich auch gehört, dass einigen Leuten einfach Affen auf die Schulter gesetzt werden, für die man natürlich zahlen soll, man hat sie ja schließlich angefasst.
  3. Nicht dort essen, wo keine Einheimischen sichtbar sind. Eigentlich ist dass eine Regel, die ich immer befolge, allerdings ist auf dem Djemaa el Fna noch einmal mehr Vorsicht geboten.
  4. Rechnung  und Bestellung kontrollieren. Auch etwas, was wir von anderen Touris gehört haben. Ihr bekommt “aus Versehen” etwas  was ihr nicht bestellt habt und es wird euch später verrechnet…Es wird gerne einfach mal eine “0” mehr auf die Rechnung geschrieben. Apropos… auch sollen Oliven und Brot nicht an jedem Stand kostenlos sein, hier wird es einfach mitberechnet, sobald man sich daran bedient.

Die Souks (Kleinmärkte  von Marrakesch)

Man kommt eigentlich nicht zum Djemaa el Fna ohne an den Souks vorbei zukommen. Von Teekannen, Teppichen, Kleidungen und Gewürzen gibt es hier die landestypischen Souvenirs. Je weiter man rein in die Souks geht, desto geringer werden die Preise aber womöglich auch die französisch Kenntnisse der Verkäufer*innen. In den Souks ist die Orientierung sehr schwierig, auch google Maps ist hier überflüssig. Das einfachste wäre wahrscheinlich ein Kompass 🙂

Ben Youssef Madrasa

Die Ben Youssef Madrasa ist eine der größten Koranschulen in Nordafrika. Architektoniosch ist dieses Gebäude eines der beeindruckesten.

El-Badi Palast

Im inneren des Badi-Palace

Der El-Badi Palast ist indem Sinne heute kein Palast mehr, da nurnoch die Außenmauern und das Gelände erhalten sind. Trotzdem ist ein Besuch lohnenswert, da es noch einen wunderschönen Innenhof mit Orangenbäumen und eine sehr gute Aussicht der Stadt vom Turm gibt. Der Eintritt liegt bei 10 MAD.

El Bahia Palace

Der El Bahia Palace ist ein  8.000 m² großer Palast und besitzt über 160 Räume, und viele kleine Patios/Riads. Obwohl die Räume mitlerweile leer sind kann man sich das Ausmaß des Reichtums ausmalen. Der Eintritt liegt bei 10 MAD.

Garden de Majorelle

Der Garden de Majorelle ist einer von Yves Saint Laurent Garten (Designer ist Jaque Majorelle)  in Mitten von Gueliz. Mit 70 MAD ist er einer der teuersten Sehenswürdigkeiten. Meist wartet man an der Warteschlange genauso lang wie der eigentliche Aufenthalt – ca. 30-45 Minuten. Viel zu sehen gibt es nämlich nicht und leider ist die kleien Fläche voller Touris, so dass Entspannung auch nicht so leicht wird.Für das Berber Museum im Garten muss nocheinmal 30 MAD bezahlt werden. Ich persönlich fand den Garten zwar schön aber die Wartezeit und dem Eintritt nicht angemessen! Zudem muss man wenn man den Garten verlässt vorsicht vor den aggressiven Taxifahrern und Kellner*innen sein, die versuchen dich mitzunehmen.

Insider Tipp: Der jüdische Friedhof (Cementerio Judio)

Südöstlich vom Bahia Palast befindet sich in ca. 7 Gehminuten der jüdische Friedhof, der touristisch noch nicht wirklich erschlossen ist. Wer den jüdischen Friedhof in Prag kennt, findet hier nochmal eine ganz andere Art des Friedhofs.

Ausflüge

Ourika-Tal/ Atlas Gebirge

Es gibt diverse lokale Touren, die Ausflüge ins Ourika Tal und/oder in das Atlas Gebirge anbieten.

Sahara Tour

Viele Anbieter und Hotels bieten mehrtätige Ausflüge in die Sahara an.Es gibt auch die Möglichkeit Atlas Gebirge + Ourzazate und die Sahara in eienr Tour zusammen zu buchen. Im Endeffekt sind es oft die gleichen Touren, die aber zu einem unterschiedlichen Preis angeboten werden. Außerdem sind die Sahara Touren, die von Marrakesch aus starten am teuersten.

So das waren meine Tipps und Hinweise für Marrakesch. Habt ihr andere Erfahrungen oder Eindrücke gesammlt? Was waren eure Highlights?

Easy Travel: Dinge, die du vor der Reise wissen solltest

Marroko unterscheidet sich in vielen alltäglichen Dingen von Deutschland. Daher ist es wie ich finde ein sehr interessantes Urlaubsland.
Hier habe ich Dinge aufgelistet, die gut zu wissen sind um das Reisen leichter zu gestalten.

  • Supermärkte gibt es kaum – in der Medina gar nicht – dort gibt es Obst, Gemüse, Dinge des alltäglichen Bedarfs an Marktständen oder in den kleinen Kiosken. Deckt euch vor der Reise mit Taschentücher ein, da diese Mangelware sind.
  • Packt auch Klopapier und Handdesinfektionsmittel ein. Klopapier und Handseife auf Toiletten sind Mangelware oder werden bei der Toilettenfrau für ein paar MAD erworben…na dann lieber selber in der Handtasche haben ;D

Einkauf während der Reise

  • Kauft Wasser in den kleinen Kiosken, Leitungswasser wird zwar manchmal kostenlos zum Essen und die Einheimischen trinken es auch, ich würde als Tourist*in aber die Finger davon lassen!
  • Preisschilder sucht man sehr oft vergeblich Es ist meist überall so, dass Preise verhandelt werden. Je schlechter eure Sprachkenntnisse desto schlechter in der Regel der Deal.

Essen

  • Probiert die Esstände oder die kleineren Cafes u.Ä. aus, meist bekommt man viel leckeres und authentischeres Essen als von den üblichen Touri-Hotspot. Keine Angst auch wenn es unhygenischer aussehen mag, wir haben uns meistens etwas durch gekochtes/gegrilltes gekauft und hatten nie gesundheitliche Probleme danach.

Taxen

  • Besteht auf den Taximeter (Compteuer) in Taxen um unangenehme Überraschungen zu vermeiden! Plant hier bei der Suche des Taxi etwas Zeit ein, besonders in Marrakesch wollen die meisten Taxifahrer keinen Compteuer einstellen, besonders die Taxen die vor Sehenswürdigkeiten und Hotels warten – haltet besser ein Taxi auf der Straße an. Es gibt sie in den Städten tatsächlich wie Sand am Meer daher wartet ruhig ein bisschen bis jemand bereit ist den Compteuer einschaltet Wenn alles nichts hilft verhandelt besser VOR der Fahrt um den Preis als danach!

Orientierung

  • Wenn man sich verirrt gibt es viele „guides“ die freundlich ihre Hilfe anbieten. Einmal den service angenommen, müsst ihr dafür bezahlen und/oder werdet noch in einen Laden eines Verwandeten geschickt. Lehnt dies besser ab und fragt Personen, die gerade im Laden o.Ä. arbeiten nach dem Weg.
  • Wenn Riads in den Medinas sind, denkt daran dass ihr euer Gepäck bis zur Unterkunft befördern müsst – dh. durch sowieso schon sehr enge und stolperreiche Gassen sind große Koffer mehr als unpraktisch, da teilweise die Taxen nicht in die Medina fahren können um euch abzuladen. Zudem wird man oft angesprochen,  da Einheimische sich etwas durch das Koffertragen dazu verdienen möchten. Wenn ihr handlicheres Gepäck habt ist es um einiges leichter durch die Medina zu kommen

Öffentliches WLAN

  • Auch in größeren Städten gibt es außerhalb von Hotels oder westlichen Ketten wie z.B. Starbucks, Mc Donalds etc. wenig, wenn nicht sogar kein einziges Wifi

Casablanca

Allgemeines

Casablanca – zunächst war meine Assoziation zuvor eine cosmopolitische Stadt wenn nicht sogar die wahre Hauptstadt von Marokko! Wahrscheinlich kommt dieses Vorurteil von mir sowieso auch von anderen Personen von dem gleichnamigen Film „Casablanca“ , der nochnichtmal in dieser spielt (sondern in Hollywood und Paris).

Casablanca zieht trotz der wenigen Sehenswürdigkeiten trotzdem eine Menge Tagestouristen oder one-night Touristen an. Im Vergleich zu Marrakesch und Essaouira trifft man im Stadtkern weniger Touristen an. Insgesamt hatten wir 2 Übernachtungen und somit 2 1/2 Tage, was meiner Meinung nach mehr als genug ist. Leider schneidet Casablanca von allen Städten in Maroko am schlechtesten ab. Wieso? Die Stadt wirkt sehr „verbaut“, viele Straßen enden einfach im nirgendwo- meist da eine Baustelle auftaucht und dann muss man zurück durch den ganzen smokigen Verkehr. Nachts fand ich es in einigen Gegenden viel unsicherer als in anderen Städten. Und auch so gibt es weniger zu sehen und zu erleben – selbst das „internationale“ Viertel „Le Gauthier“ fühlt sich so an als wären dort ständig die Boardsteine hochgeklappt. Also haben wir die Zeit zum Ausruhen, Tee und Säfte trinken ausgenutzt Die Unterkunft war im Gegensatz zur Stadt nämlich die beste der ganzen Reise! Nichtsdestotrotz macht euch ein eigenes Bild! Hier kommen einige Tipps…

Budget

Casablanca hat wenig Tourismus. Trotzdem muss man ähnlich wie in Marrakesch mit Scam rechnen (vor allem bei den Taxifahrten).

Durchschnittspreise (Stand 08/2018)

Low Budget (ca. 44 € pro Tag, pro Person):

Bett im Mehrbett Hostel: 5-15 €
Essen im Cafe oder Straßenstand pro Gericht: 3 €
1 Liter Wasser: 0,50 €
Transport: 3 €
Museen, Freizeitaktivitäten: 10 €
SCAM: 15 €

Mid-Range (ca. 69 € pro Tag, pro Person):

Doppelzimmer im preiswerten Hotel: 30-50 € p.P 15-25€
Doppelzimmer im mittelteueren Hotel: 60-80 € p.P 30-40€
Ein einfaches Mittag- und Abendessen 10 €
1 Liter Wasser: 0,50 €
Transport: 8 € (z.B.2-3 Taxifahrten)
Museen, Freizeitaktivitäten: 12 €
SCAM: 15 €

High Class (ca. ab 97€ pro Tag, pro Person):

Doppelzimmer im luxioriösen Hotel: ab 80 € ~ p.P ab 40€
Ein Gourmetrestaurant oder 2 große Mahlzeiten am Tag in Restaurants : ab 20 €
Transport: 3-4 Taxifahrten innerhalb des Zentrum ab 12 €
Museen, Freizeitaktivitäten: ab 15 €
SCAM: 25 €

Mobilität

Anreise über den Casablanca Airport (CMN): Casablanca besitzt einen Internationalen Airport (Mohammed V). Die Busse von CTM fahren in 60 Minuten ins Stadtzentrum. Zudem gibt eine Bahnverbindung zu den beiden Bahnhöfen (ca. 30-45 Minuten). Fahrpreis: 43 MAD (ca. 4 Euro)

Zug: Casblanca besitzt zwei große Bahnhöfe in der Innenstadt „Casa Voyageur“ und „Casa Port“. Der Casa Port ist etwas näher an der großen Moschee „Hassan II“ gelegen. Zu den Taxipreisen von/ab dem Flughafen kann ich leider keine Erfahrungswerte nennen. Allerdings gilt auch hier: Handeln und nie den erst genannten Preis nehmen.

Busse/Straßenbahn: Leider kann ich nichts über die Zuverlässigkeit oder den Comfort dieser beiden Verkehrsmittel sagen. Da die Taxen aber sehr günstig sind, würde ich darauf zurückgreifen oder die Stadt per Fuß erkunden!

Taxen:  Die petit-Taxen in Casablanca sind rot, die grand-Taxen sind weiß. Besteht auch in Casablanca auf den Compteuer (Taxameter)! um keine bösen Überraschungen zu erleben.Eine Taxifahrt in einem petit taxi von 10 Minuten sollte euch nicht mehr als 30 MAD (ca. 3 Euro kosten). Apropos ist es in Casablanca bis auf den Bahnhof und dem Airport sehr schwierig ein freies Taxi zu bekommen. Die meisten petit-Taxen sind daher schon voll oder fahren wenn noch Platz ist ein bestimmtes Ziel an. Die grand-Taxen fahren nur, wenn sie voll sind. Und voll bedeutet 2 Personen vorne und 4 Personen auf der Rückbank! Da hilft nur die Vorbestellung im Hotel, allerdings nimmt das Hotel eine „Servicecharge“ von ca. 15 MAD (1,50 €). Und ja, bei den allgemeinen Fahrtpreisen eine Abzocke des Hotels.

Übernachtung

Da sich eigentlich alles sehenswerte im Norden befindet, sind die Unterkünfte von der Lage her ziemlich ähnlich unterscheiden sich von der Preiskategorie von einfach bis luxiorös.

Übernachtungstipp: Da wir über Weihnachten verreist sind und etwas gönnen wollten sind wir in das Hotel Le Grand Mogador abgetaucht. Da zu dieser Zeit wenig Tourist*innen in der Stadt waren, haben wir ein Zimmer im 17ten Stock bekommen. Die Zimmer waren sehr groß und gemütlich. Die Aussicht war auch sehr interessant:

Essen und Trinken

In Casablanca gibt es die üblichen Imbisstände und Saftbars mit Tajine, Couscous etc. . Es gibt im Stadtteil „Gauthier“ viele große Restaurants mit internationaler Küche, dadurch das aber weniger Besucher*innen anzutreffen sind ist das Essen nicht besonders frisch.

Sehenswertes (Stand 08/2018)

Hassan II. Moschee

Sieben Jahre lang wurde die Hassan II Moschee, die eine der größten der Welt ist, erbaut. Sie liegt teilweise auf dem Atlantik. Man kann diese Moschee von der ganzen Stadt aus sehen. Führungen gibt es in vielen Sprachen (englisch, französisch, deutsch, spanisch etc.) täglich außer freitags. Es ist eine der zwei Moscheen, die man als “nicht Gläubiger/Muslime” betreten darf. Von außen sowie Innen ein wunderschönes Bauwerk!

Eintritt: 120 DH

Öffnungszeiten außerhalb der Gebetszeiten(!):

Samstags bis Dienstags: 09:00, 10:00, 11:00, 12:00, 15:00, 16:00

Freitags: 09:00, 10:00, 15:00, 16:00

Die Öffnungszeiten können variieren, schaut hier auf der offiziellen Webpage der Moschee nach aktuellen Informationen (leider nur auf französisch oder arabisch).

Eintritt: Erwachsene 120 MAD, Marokkaner*innen oder ausländische Studierende 60 MAD, Kinder oder marokkanische Studierende 30 MAD, Kinder unter 6 Jahren haben freien Eintritt

Die Medina von Casablanca

Die Medina von Casablanca ist im Vergleich zu Marrakeschs Medina übersichtlicher und seht hauptsächlich nur Einheimische. Selbst wenn man sich verlaufen sollte, ist man in zehn Minuten an einem der Ausgänge. Man kann sehr lecker und günstig in den kleinen Imbissen essen.

Morocco Mall

Die neue Mall im Westen Casablancas mit ist mit 600 Shops die größte Shooping-Mall in Afrika. Besonders hervorstechend ist das Aquarium mit vielen Süßfischarten. Ich selber kann nichts dazu berichten, da die Mall doch recht weit ausserhalb der Stadt war und somit nur per Taxi erreibar ist. Zudem richtet sich die Mall eher an „High-Class“ Konsument*innen, was ich insbesondere in einem Schwellenland als kritisch ansehe.