Casablanca

Allgemeines

Casablanca – zunächst war meine Assoziation zuvor eine cosmopolitische Stadt wenn nicht sogar die wahre Hauptstadt von Marokko! Wahrscheinlich kommt dieses Vorurteil von mir sowieso auch von anderen Personen von dem gleichnamigen Film „Casablanca“ , der nochnichtmal in dieser spielt (sondern in Hollywood und Paris).

Casablanca zieht trotz der wenigen Sehenswürdigkeiten trotzdem eine Menge Tagestouristen oder one-night Touristen an. Im Vergleich zu Marrakesch und Essaouira trifft man im Stadtkern weniger Touristen an. Insgesamt hatten wir 2 Übernachtungen und somit 2 1/2 Tage, was meiner Meinung nach mehr als genug ist. Leider schneidet Casablanca von allen Städten in Maroko am schlechtesten ab. Wieso? Die Stadt wirkt sehr „verbaut“, viele Straßen enden einfach im nirgendwo- meist da eine Baustelle auftaucht und dann muss man zurück durch den ganzen smokigen Verkehr. Nachts fand ich es in einigen Gegenden viel unsicherer als in anderen Städten. Und auch so gibt es weniger zu sehen und zu erleben – selbst das „internationale“ Viertel „Le Gauthier“ fühlt sich so an als wären dort ständig die Boardsteine hochgeklappt. Also haben wir die Zeit zum Ausruhen, Tee und Säfte trinken ausgenutzt Die Unterkunft war im Gegensatz zur Stadt nämlich die beste der ganzen Reise! Nichtsdestotrotz macht euch ein eigenes Bild! Hier kommen einige Tipps…

Budget

Casablanca hat wenig Tourismus. Trotzdem muss man ähnlich wie in Marrakesch mit Scam rechnen (vor allem bei den Taxifahrten).

Durchschnittspreise (Stand 08/2018)

Low Budget (ca. 44 € pro Tag, pro Person):

Bett im Mehrbett Hostel: 5-15 €
Essen im Cafe oder Straßenstand pro Gericht: 3 €
1 Liter Wasser: 0,50 €
Transport: 3 €
Museen, Freizeitaktivitäten: 10 €
SCAM: 15 €

Mid-Range (ca. 69 € pro Tag, pro Person):

Doppelzimmer im preiswerten Hotel: 30-50 € p.P 15-25€
Doppelzimmer im mittelteueren Hotel: 60-80 € p.P 30-40€
Ein einfaches Mittag- und Abendessen 10 €
1 Liter Wasser: 0,50 €
Transport: 8 € (z.B.2-3 Taxifahrten)
Museen, Freizeitaktivitäten: 12 €
SCAM: 15 €

High Class (ca. ab 97€ pro Tag, pro Person):

Doppelzimmer im luxioriösen Hotel: ab 80 € ~ p.P ab 40€
Ein Gourmetrestaurant oder 2 große Mahlzeiten am Tag in Restaurants : ab 20 €
Transport: 3-4 Taxifahrten innerhalb des Zentrum ab 12 €
Museen, Freizeitaktivitäten: ab 15 €
SCAM: 25 €

Mobilität

Anreise über den Casablanca Airport (CMN): Casablanca besitzt einen Internationalen Airport (Mohammed V). Die Busse von CTM fahren in 60 Minuten ins Stadtzentrum. Zudem gibt eine Bahnverbindung zu den beiden Bahnhöfen (ca. 30-45 Minuten). Fahrpreis: 43 MAD (ca. 4 Euro)

Zug: Casblanca besitzt zwei große Bahnhöfe in der Innenstadt „Casa Voyageur“ und „Casa Port“. Der Casa Port ist etwas näher an der großen Moschee „Hassan II“ gelegen. Zu den Taxipreisen von/ab dem Flughafen kann ich leider keine Erfahrungswerte nennen. Allerdings gilt auch hier: Handeln und nie den erst genannten Preis nehmen.

Busse/Straßenbahn: Leider kann ich nichts über die Zuverlässigkeit oder den Comfort dieser beiden Verkehrsmittel sagen. Da die Taxen aber sehr günstig sind, würde ich darauf zurückgreifen oder die Stadt per Fuß erkunden!

Taxen:  Die petit-Taxen in Casablanca sind rot, die grand-Taxen sind weiß. Besteht auch in Casablanca auf den Compteuer (Taxameter)! um keine bösen Überraschungen zu erleben.Eine Taxifahrt in einem petit taxi von 10 Minuten sollte euch nicht mehr als 30 MAD (ca. 3 Euro kosten). Apropos ist es in Casablanca bis auf den Bahnhof und dem Airport sehr schwierig ein freies Taxi zu bekommen. Die meisten petit-Taxen sind daher schon voll oder fahren wenn noch Platz ist ein bestimmtes Ziel an. Die grand-Taxen fahren nur, wenn sie voll sind. Und voll bedeutet 2 Personen vorne und 4 Personen auf der Rückbank! Da hilft nur die Vorbestellung im Hotel, allerdings nimmt das Hotel eine „Servicecharge“ von ca. 15 MAD (1,50 €). Und ja, bei den allgemeinen Fahrtpreisen eine Abzocke des Hotels.

Übernachtung

Da sich eigentlich alles sehenswerte im Norden befindet, sind die Unterkünfte von der Lage her ziemlich ähnlich unterscheiden sich von der Preiskategorie von einfach bis luxiorös.

Übernachtungstipp: Da wir über Weihnachten verreist sind und etwas gönnen wollten sind wir in das Hotel Le Grand Mogador abgetaucht. Da zu dieser Zeit wenig Tourist*innen in der Stadt waren, haben wir ein Zimmer im 17ten Stock bekommen. Die Zimmer waren sehr groß und gemütlich. Die Aussicht war auch sehr interessant:

Essen und Trinken

In Casablanca gibt es die üblichen Imbisstände und Saftbars mit Tajine, Couscous etc. . Es gibt im Stadtteil „Gauthier“ viele große Restaurants mit internationaler Küche, dadurch das aber weniger Besucher*innen anzutreffen sind ist das Essen nicht besonders frisch.

Sehenswertes (Stand 08/2018)

Hassan II. Moschee

Sieben Jahre lang wurde die Hassan II Moschee, die eine der größten der Welt ist, erbaut. Sie liegt teilweise auf dem Atlantik. Man kann diese Moschee von der ganzen Stadt aus sehen. Führungen gibt es in vielen Sprachen (englisch, französisch, deutsch, spanisch etc.) täglich außer freitags. Es ist eine der zwei Moscheen, die man als “nicht Gläubiger/Muslime” betreten darf. Von außen sowie Innen ein wunderschönes Bauwerk!

Eintritt: 120 DH

Öffnungszeiten außerhalb der Gebetszeiten(!):

Samstags bis Dienstags: 09:00, 10:00, 11:00, 12:00, 15:00, 16:00

Freitags: 09:00, 10:00, 15:00, 16:00

Die Öffnungszeiten können variieren, schaut hier auf der offiziellen Webpage der Moschee nach aktuellen Informationen (leider nur auf französisch oder arabisch).

Eintritt: Erwachsene 120 MAD, Marokkaner*innen oder ausländische Studierende 60 MAD, Kinder oder marokkanische Studierende 30 MAD, Kinder unter 6 Jahren haben freien Eintritt

Die Medina von Casablanca

Die Medina von Casablanca ist im Vergleich zu Marrakeschs Medina übersichtlicher und seht hauptsächlich nur Einheimische. Selbst wenn man sich verlaufen sollte, ist man in zehn Minuten an einem der Ausgänge. Man kann sehr lecker und günstig in den kleinen Imbissen essen.

Morocco Mall

Die neue Mall im Westen Casablancas mit ist mit 600 Shops die größte Shooping-Mall in Afrika. Besonders hervorstechend ist das Aquarium mit vielen Süßfischarten. Ich selber kann nichts dazu berichten, da die Mall doch recht weit ausserhalb der Stadt war und somit nur per Taxi erreibar ist. Zudem richtet sich die Mall eher an „High-Class“ Konsument*innen, was ich insbesondere in einem Schwellenland als kritisch ansehe.

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