Easy Travel: Dinge, die du vor der Reise wissen solltest

Vor meiner Reise hatte ich viele Fragen im Kopf: Wie wird dies und jenes in Japan laufen? Was passiert wenn ich nicht weiterkomme? Ein beruhigender Fakt für Erstreisende für Japan: (Fast) alles ist sehr gut organisiert! Bisher habe ich kein Land bereist, welches selbst in sehr sehr kleinen Städten über ein kleines Touristenhäuschen verfügte und wo viel Personal z.B. an Flughäfen oder Bahnhöfen eingesetzt wird damit alles organisiert funktioniert. Mein Freund hatte am Flughafen z.B. einen leeren Kulli für das Einreiseformular, als er den Stift hinlegte kam in diesem Monat noch jemand, der diesen ersetzte! Der Wahnnsinn!

Nichtsdesdotrotz gibt es einige Dinge, die anders sind, daher habe ich einiges aufgelistet, um das Reisen leichter zu gestalten.

Reisezeit

  • Japan ist eines der Länder, welches in den letzten Jahren einen enormen Zuwachs an ausländischen Tourist*innen zu verzeichnen hat. Kamen 2007 knapp 7 Millionen aus dem Ausland, sind es mitlerweile 30 % , besonders aus China, Südkorea und Taiwan, Tendenz steigend. Der inländische Tourismus ist auch sehr hoch und wird insbesondere durch volle Züge und ausgebuchte Hotel an Neujahr, der Golden Week (erste Woche im Mai), Obon (Mitte August) , zur Kirschblütensaison (März bis Mai) sowie zum “roten” Herbst (Oktober bis Mitte November) deutlich. Sommerferien sind im August, dann sind meistens die Hotels an der Küste und in den Bergen brechend voll.
  • Wahrscheinlich geht es dir wir mir, ich wollte unbedingt zur Sakura Season nach Japan. Auch wenn die Kirschblüten ein einmaliges Erlebnis sind, sollte man sich bewusst sein, dass besonders Tokio als überbevölkerte Stadt einmal noch vollgestopfter als sonst ist! Die Kirschblüten ziehen nämlich Touris aus aller Welt an! Zudem ziehen die Hotelpreise insbesondere in Tokio, Kyoto und am Fuji an. Ein Tipp wäre daher eher “untouristische” Städte und Gegenden aufzusuchen um die Kirschblüte zu sehen
  • Die “ideale” Reisezeit ist regional unterschiedlich; Klicke hier für meinen Artikel zu den Inselregionen im Jahresüberblick

Gepäck

  • Packe minimalistisch: Weniger ist mehr! Platz ist sehr wichtig in Japan. Die Zimmer in den Unterkünften sind sehr klein, in manchen könnt ihr den Koffer nur auf dem Bett aufmachen. Auch in den öffentlichen Verkehrmitteln werdet ihr wenig Platz haben. Auch wenn die Verlockung groß ist ein großes Gepäckstück mitzunehmen, es kann damit sehr frustrierend sein. Manche Bahnhöfe und viele Ubahnstationen haben übrigens keinen Aufzug und/oder Rolltreppe.
  • Kleidung könnt ihr  sehr günstig waschen (meist 200 Yen~1,50€ für 6 Kg). Waschsaloons gibt es in größeren Städten sehr häufig, aber selbst in kleineren Städten finden sich in der Regel Waschsalons
  • Gepäckfreies reisen: In Japan gibt es einen sehr angenehmen Service; ihr könnt euer Gepäck von vielen Stellen aus zum nächsten Hotel Flughafen oder Bahnhof senden lassen. Ob beispielsweise ein Supermarkt diesen Service anbietet, erkennt ihr an dem “Kuro Neko” (schwarze Katze) Symbol. Der Preis berechnet sich nach der Entfernung und der Größe/Gewicht. Ein großer Koffer kostet beispielsweise von Tokio nach Osaka ca. 2800 Yen (23 Euro).

Spartipp: Einkauf vor der Reise

  • Drogerieartikel sind in Japan um einiges teuerer als in Deutschland. Deo oder Sonnencreme (in 50 ml! Packungen) können umgerechnet ca. 5 € kosten.

Spartipp: Einkauf während der Reise

  • In einigen Convience Stores werden abends (so ab 18:00) frische Lebensmittel z.B. Onigiris, Bentoboxen, Sushi reduziert verkauft.

Nachhaltiger Reisen

  • In Japan wird fast alles in Plastik verpackt und auch Plastiktüten werden in Massen an die Kunden gegeben. Selbst Bananen sind einzelnd in Plastik verpackt! Nimm vor deiner Reise doch ein- oder zwei Jutebeutel mit, dass ist nicht nur umweltfreundlicher, sondern transportiert deinen Einkauf besser als eine dünne Plastiktüte! Ich habe die Plastiktüten als Mülltüten aufbewahrt und hatte am Ende meiner Reise trotzdem knapp 20 (!) Tüten übrig.

Mülleimer

  • In Japan gibt es wenig öffentliche Mülleimer. Ihr könnt wie oben beschrieben die Plastiktüten aus dem Convience Store als Mülltüte benutzen. Mülleimer gibt es aber auch direkt in den Convience Stores oder größere befinden sich an den größeren Bahnhöfen.

Bargeld / Automaten

  • Auch wenn Japanden Ruf als “Bargeldland” weg hat, hat man keine Probleme mit seiner Visa oder AmericanExpress an Automaten Bargeld zu ziehen. Diese befinden sich beispielsweise bei der Post oder an fast jedem Convicence Store, von denen es sehr viele gibt. Je nach Betrag zahlt man pro Auszahlung eine kleine Gebühr :
  1. bis 19.999 Yen: 108 Yen (ca. 80 Cent)
  2. ab 20.000-100.000 Yen: 216 Yen (ca. 1,70 €)

Tempelbesuche

  • Da bei Tempelbesuchen die Schuhe ausgezogen werden, rate ich euch extra Socken mitzunehmen, vorallem wenn man im Sommer Sandalen o.Ä trägt.

Öffentliches Verkehrsnetzwerk

  • Die Züge in Japan sind (über)pünktlich. Auch wenn wir es einmal getan haben; Rennen am Bahnhof ist verboten. Plant daher immer genug Zeit zum Umsteigen ein.
  • Zwischen Mitternacht und 05:00 morgens fahren keine Züge oder andere öffentliche Verkehrsmittel, auch nicht in Tokio und ja, auch nicht am Wochenende! Taxen haben zudem einen Nachtzuschlag.

Öffentliches Wifi

  • An den internationalen Flughäfen kann man sich eine japanische Simkarte (meist 4 GB, für 15 oder 30 Tage) oder einen Wifi-Router ausleihen. Für den Wifi-Router ist es meistens günstiger diesen vorab online zu bestellen. Die japanische Simkarte ist ausschließlich füs die Internetnutzung gedacht. Wir hatten einen Wifi-Router ohne Limits, mit dem man 10 Geräte anmelden kann. Er hat ca. 3,60 € am Tag gekostet und war Gold wert.
  • Es gibt kostenloses Wifi in Flughäfen , Starbucks oder einigen Malls. Die Qualität ist vergleichbar mit öffentlichen Netzwerken in Deutschland – es kann durchaus langsam werden.

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