Wo übernachten in Tokyo?

Tokyo ist mit ca. 9,5 Millionen Bewohner*innen in der Stadt und knapp 37.5 Millionen Menschen in der Metropolsregion  die meist bevölkerste Metropole der Welt! Umso herausfordender ist es sich in dieser Megacity zu orientieren oder sich für eine Bleibe zu entscheiden! Um es euch etwas leichter zu machen habe ich einige Stadtteilprofile erstellt, da die Sehenswürdikeiten über die ganze Stadt verteilt sind und jeder Stadtteil fast wie eine eigene Stadt betrachtet werden kann.

Apropos: Auch wenn Stadtteile sehr nah beinander liegen: zwischen Shibuya und Shinjuku liegen übrigens knapp 5 km.Ich habe mich auf die Stadtteile konzentriert, die durch die Yamanote-Line (JR) sehr gut bis gut zu erreichen sind. Schauen wir uns die einzelnen Bereiche genauer an:

Westtokyo
  • Shinjuku
  • Shibuya
  • Roppongi
Zentraltokyo
  • Ginza
  • Tokyo Station
Osttokyo
  • Akihabara
  • Ueno
  • Asakusa

Generell kann man sagen, dass Westtokyo der “jüngere” lebhaftere Teil der Stadt ist, mit einem sehr aktiven Tag- und Nachtleben. Roppongi erwacht meist erst in der Nacht, Zentraltokyo mit Ginza ist vorallem durch Luxusboutiquen und westliche Geschäfte geprägt. Im Osten sind Ueno und Asakusa sind am Tag viel belebter als abends, was vorallem daran liegt, dass die meisten Tempel und der Ueno Park eher tagsüber besucht werden. Akihabara hingegen ist eher mit Shinjuku zu vergleichen, es bietet sehr viele Einkaufsmöglichkeiten, Cafe und Bars an.

1. Shinjuku – oder auch größte Ubahnstation der Welt!

Der Bahnhof ist mit seinen Pendler*innen und Reisenden der turbulenteste in ganz Tokyo. Von Shinjuku aus gibt es die meisten Fernbusverbindungen. Außerdem bietet Shinjuku eine gute Basis für Reisen nach Nikko oder zu den 5 Seen am Fuji. Der Stadtteil ist hauptsächlich geprägt von Hochhäusern und Malls. Shinjuku hat zudem ein sehr aktives Nachtleben.

Vorteile

  • Sehr gut mit dem öffentlichen Nahverkehr vernetzt

  • Einige günstige Unterkünfte, große Auswahl an Hotels

  • “Zentrale Lage”

  • Sehr viele Shoppingmöglichkeiten

  • Viele Restaurants, Bars

  • Aktives Nachtleben für Nightlive Lover

Nachteile

  • Immer sehr voll, zur Rush-Hour ist der Bahnhof noch mehr verstopft als anderswo

  • Bis auf ein paar günstige Unterkünfte generelles hohes Preisniveau

  • Aktives Nachtleben bedeutet unruhigere Nächte

  • Durch das Nachtleben abends lauter und teilweise dreckig, vorallem in Kabaguchiko, dort habe ich sogar Ratten an einigen Restaurants gesichtet.

  • Vorallem im Rotlichtviertel lauern Touri- und Scamfallen

2. Shibuya – wo Hachiko auf dich wartet

Shibuya ist das kommerzielle Zentrum im Südwesten Tokios. Shibuya ist bekannt durch die Hachiko-Statue und die “Alle Gehen Kreuzung”, in der pro Ampelphase biszu ca. 15 000 Menschen auf einmal die Straße überqueren. Im Kern von Shibuya liegen die Geschäftszentren vieler Namenhafter Firmen.

Vorteile

  • Sehr gut mit dem öffentlichen Nahverkehr vernetzt

  • Große Auswahl an Hotels

  • Zentrale Lage

  • Viele Shoppingmöglichkeiten

  • Viele Restaurants, Bars

Nachteile

  • Hohes Preisniveau für Hotels

  • Hektisch durch Pendlerverkehr

3. Roppongi – Nightlife pur

Roppongi liegt nah am Tokyo Tower und zeichnet sich durch eine Landschaft von Wolkenkratzern aus. Roppongi zeichnet sich durch die große Auswahl an Bars aus, auch viele namenhafte Firmen haben ihren Geschäftssitz hier.

Vorteile

  • Viele Restaurants, Bars

  • Viele Bars in den Wolkenkratzern -> Aussicht auf den Tokyo Tower

  • Aktives Nachtleben für Nightlive Lover

Nachteile

  • Hohes Preisniveau für Hotels

  • Teilweise lauern hier Touri- und Scamfallen,  vorsicht vorallem bei Kreditkartenzahlung

  • Liegt nicht in direkter Nähe der Yamanote Line

4. Ginza – das “westlichste Viertel” Tokyos

Ginza ist das Luxusviertel Tokyos und zeichnet sich durch eine hohe Dichte an (westlichen) Malls, Geschäften, Restaurants, Bars und Hotels aus. Hier gibt es kaum günstige Übernachtungen, dafür aber luxuriöse ausgestattete Hotels.

Vorteile

  • Sehr gut mit dem öffentlichen Nahverkehr vernetzt

  • Viele Shoppingmöglichkeiten

  • Viele Restaurants, Bars

  • Nah am Tsukiji Fish Market

Nachteile

  • Hohes Preisniveau für Hotels

  • Hohes Preisniveau fürs Shopping, mehr westliche als japanische Marken/Flair

Tokyo Station

Die Tokyo Station ist der Dreh- und Angelpunkt fast aller Shinkansen Linien. Die meisten Verbindungen in Tokio gehen jedoch von Shinjuku aus, da dort sehr viele Privatlinien halten.

Vorteile

  • Sehr gut mit dem öffentlichen Nahverkehr vernetzt – vorallem für die Shinkansen Linien

  • Abends eher ruhig

Nachteile

  • Eher weniger Hotels, höheres Preissegment

  • Wenig Aktivitäten

5. Akihabara – Electric Town

Akihabara “Electric” Town ist DAS Elektriktronik und Otakuviertel Tokyos. Von neuen High-Tech Geräten bis gebrauchten Retrokonsolen und elektronischen Ersatzteilen findet man hier fast alles! Besonders an diesem Viertel ist auch die hohe Dichte an “Maid-Cafes”.

Vorteile

  • Viele Restaurants, Bars

  • Paradies für Elektronik und Ersatzteile

  • Anime- und Mangaparadies, viele Spielhöllen

Nachteile

  • Eher weniger Hotels

  • Teilweise lauern hier Touri- und Scamfallen

6. Ueno – die kleine grüne Oase

Ueno ist ein wichtiger Knotenpunkt der Shinkansen Linien Richtung Nordjapans und ist vor allen Dingen durch den Ueno Park bekannt. Ueno bietet eine ganze Menge günstiger Unterkünfte an und ist mit dem Park, den Tempeln und der großen Museen Dichte eher der “ruhige” Part von Tokyo.

Mein persöhnliches Fazit: Wir haben uns das erste Mal auch für Ueno entschieden und hatten unsere Unterkunft, ca. 7 Fußminuten östlich der Ueno Station. Ich fand Ueno ideal – man hat alles in der Nähe was man braucht; Supermärkte, Restaurants, Läden etc., es ist nah an Asakusa und es ist abends um einiges ruhiger wenn man von der reizüberflutenden Stadt abschalten möchte :). Zwar dauert es ca. 30-40 Minuten bis man in der Weststadt Shibuya/Shinjuku ist, aber ich finde es vertretbar. Ich würde Ueno auf jeden Fall nochmal buchen.

Vorteile

  • Sehr gut mit dem öffentlichen Nahverkehr vernetzt, gute Basis für Reisen ins nördliche Umland

  • Ruhigerer Stadtteil und/oder aktives Nightlife, hier kommt es aber darauf an auf welcher Seite des Bahnhofes man übernachtet (Süden: Partymeile, Norden: Wohnviertel)

  • Viele Restaurants, Bars

  • Günstiges Preisniveau für Hotels -> viele Business Hotels

Nachteile

  • Ueno ist genau auf der anderen Seite von Shibuya/Shinjuku -> ca. 20-40 Minuten Fahrtweg

  • Südlich der Ueno-Station kann es abends doch sehr lebhaft, laut und teilweise schmutzig werden

Asakusa – Touristenströme am Morgen vs. Ruhe in der Nacht

Asakusa ist wahrscheinlich am bekanntesten durch den Senjo-Ji und dem Asakusa-Shrine, einer der bedeutesten Tempel. Einst als Unterhaltungsbezirk bekannt, vorallem durch Kabuki- und Rakugotheater, hat sich das Nachtleben nach Shinjuku und Roppongi verlagert. Abends ist es kaum vorstellbar in einer knapp 10 Millionen Menschen Metrople zu sein, was aber meiner Meinung nach Asakusa vorallem am Abend einen mystischen Charme verleiht.

Vorteile

  • Ruhigerer Stadtteil, vorallem abends

  • Viele günstige Unterkünfte

  • Nah am Senjo-Ji und Asakusa Shrine

  • In der Nöhe der Kappabashi Street (Kitchen Towen)

Nachteile

  • Abends viele Geschäfte und Restaurants geschlossen

  • Liegt nicht in direkter Nähe der Yamanote Line

 

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